Gartenausstellung: IGA-Organisatoren lehnen Tag der offenen Tür für Anwohner ab

Um die Nachbarn für Baumaßnahmen und Verkehrsbehinderungen zu entschädigen, fordern Politiker von Linken und CDU freien Eintritt.

Es war kein reibungsloser Start für die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin. Vor allem Anwohner wurden bereits im Vorfeld durch umfangreiche Bauarbeiten und erhöhtes Verkehrsaufkommen stark belastet. Darum sind nun Forderungen nach einem Tag der offenen Tür für die Betroffenen laut geworden.

Viele Menschen in Marzahn-Hellersdorf hätten Einschränkungen verkraften müssen, sagte Linken-Abgeordneter Kristian Ronneburg der Deutschen Presse-Agentur. "Da wäre es angezeigt, ihnen quasi als Dankeschön einmalig kostenlosen Eintritt auf das IGA-Gelände zu ermöglichen." Der CDU-Abgeordnete im Abgeordnetenhaus, Mario Czaja, schloss sich dem Vorschlag am Dienstag an. Czaja empfahl auch, die Nachnutzung des Areals parteiübergreifend zu planen.

Weitere Sonderregelungen würden neue Ungerechtigkeiten schaffen

Das Gartenfestival war am Gründonnerstag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet worden. Bis zum 15. Oktober wollen die Macher etwa zwei Millionen Interessierte in die rund 100 Hektar große Parklandschaft am östlichen Rand der Hauptstadt locken. Eine normale Tageskarte kostet 20 Euro, beliebig viele Fahrten mit der Steilbahn einbegriffen.

Die IGA lehnte einen Tag der offenen Tür indirekt ab. Anwohner hätten bereits einzelne Freikarten oder Sonderangebote bei den Dauerkarten (50 Euro statt 90 Euro) erhalten, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. "Die Menschen in Marzahn-Hellersdorf werden nicht nur in diesem Jahr, sondern auf Dauer von der IGA profitieren. Der...

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