Gastronomie im Kölner Osten: Café Jakubowski als Institution im Veedel

Kölner Wirte von der „Schäl Sick“ stellen sich in unserem Gastro-Fragebogen vor.

Ob Wirtshaus oder Pizzaria – auch in den Veedeln rechts vom Rhein kommen Genießer auf ihre Kosten. Doch wohin bei der großen Auswahl? Wir haben eine Liste mit kurzen Steckbriefen über die Lokale der rechtsrheinischen Veedels zusammengestellt.

Und für wen es nicht immer das eigene Veedel sein muss, haben wir hier noch weitere Lokale: Im Süden, im Norden, der Innenstadt und in Lindenthal.

Café Jakubowski (Mülheim)

Seit zehn Jahren führt Silvia Beuchert nun schon das Café Jakubowski an der Ecke Mülheimer Freiheit und Buchheimer Straße. Sie wohnt gleich um die Ecke und fühlt sich wohl im Veedel.

Wie kam das Kind zu seinem Namen?

Ich wohnte damals in diesem Haus und habe den Café-Betreiber – der Laden hieß damals „Pfaus“ – einfach mal im Treppenhaus gefragt, ob er nicht verkaufen wolle. Drei Monate später war die Eröffnung. Bei der Namenssuche stieß ich auf Rudi Jakubowski, der 1928 der letzte war, der in dem Haus geboren wurde. Bis zu seinem Tod vor zwei Jahren hatten er und Ehefrau Waltraud „als Ehrengäste“ hier ihren Stammplatz.

Wie ist das Café eingerichtet?

Das Jakubowski vereint Tradition und Moderne. An der restaurierten Stuckdecke mit einem Himmelsgemälde spendet ein ausladender Leuchter mildes Licht. Darunter stehen schlichte Holztische und ein Sofa. An der Wand hängt ein großformatiges Foto mit Feuerwehrleuten auf der Mülheimer Brücke.

Wer ist die Zielgruppe?

Die Mülheimer und die Generation 30 plus. Künstler und Geschäftsleute, Familien mit Kindern und vor allem Lück wie ich un du. Rund 75 Prozent sind Stammgäste. Torwart René Adler schaute früher oft vorbei, Comic-Zeichner Ralph König ist häufig hier, und Roncalli-Direktor Bernhard Paul kommt zum Frühstücken.

Was kommt auf den Tisch und auf die Teller?

Vor allem frische Sachen. Wir verwenden hauptsächlich regionale Produkte und viel Bio. Wir rühren die Suppen an und backen den Kuchen selbst. Die Speisekarte reicht vom Frühstück bis zum Abendessen.

Womit können Sie angeben?

In erster Linie mit dem Sonntagbraten. Den gibt es jeden Sonntag mit leckeren Beilagen für 14,50 Euro. Dafür bestellen die Leute schon weit im Voraus einen Tisch. Auch der Sonntags-und Feiertags-Brunch, für 13,50 Euro, hat sich zum Renner entwickelt.

Was hat sich in all den Jahren verändert? 

Die ersten vier Jahren waren für uns schwierig. Inzwischen sind wir eine gut vernetzte Institution. Aber auch der Stadtteil hat sich stark verändert. Viele junge Leute sind zugezogen. Ich wünsche mir, dass die Vielfalt weiterhin so erhalten bleibt. Derzeit steigen ja an allen Ecken die Mietpreise. Ich hoffe, dass dies nicht auf Kosten derer geht, die hier schon seit vielen Jahren wohnen und leben.

Öffnungszeiten und Preise

Das „Café Jakubowski“, Mülheimer Freiheit 54 , ist montags bis freitags ab 9 Uhr, samstags, sonntags ab 10 Uhr jeweils bis Mitternacht geöffnet; sonntags bis 19 Uhr.

Frühstück: „Süß und herzlich“ (5,50 Euro), „Dreierlei vom Käse“ oder „Power Start“ (je 7,90 Euro). Wechselnde Tagesmenüs. Suppen ab 5,30 Euro, Kuchen ab 2,30 Euro. Cappuccino kostet 2,40 Euro, Wasser zwei Euro, Kölsch 1,60 Euro. www.cafe-jakubowski.de (nr)

„Da Enzo“ (Mülheim)

Ein wichtiges Wort für Enzo Picciallo ist „Leidenschaft“. Der 58jährige gebürtige Apulier aus der Stadt Bari ist Gastronom und Koch mit Leib und Seele. Im Jahr 1989 gründete er das „Da Enzo“ an der Regentenstraße in Mülheim. Natürlich hat Enzo nicht alles ganz allein und nur mit der Leidenschaft erreicht. Auch seine Frau Anna Testa-Picciallo ist von Anfang an dabei. Sie ist die Chefin der Zahlen und im Service – die beiden sind ein Familienunternehmen. Seit einem halben Jahr arbeitet auch Sohn Carlo im Laden mit.

Wie kam das Kind zu seinem Namen?

Der Besuch im Restaurant soll nichts Förmliches sein, man soll sich bei mir wohl und wie zu Hause fühlen. Es ist eine Frage der Gastfreundschaft, dass man sich am gemeinsamen Tisch stets beim Vornamen anspricht – also war der Name „Da Enzo“ naheliegend.

Was kommt bei Ihnen auf den Teller und in die Tasse?

Ich versuche meinen Gästen immer das zu bieten, worauf sie Appetit haben. Darin schließe ich auch Wünsche neben der klassisch-italienischen Küche ein. Beliebter Klassiker unter Stammgästen ist der Lammrücken, aber auch Fisch gehört dazu. Die Gäste können zwischen italienischen Weinen oder Kölsch vom Fass wählen.

Womit können Sie angeben?

Ich bin schon stolz darauf, viele Stammgäste zu haben. Die Leute sind nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen der Geselligkeit hier. In den 1990er Jahren war richtig was los. Der Sänger Roger Chapman hat hier seinen 50. Geburtstag gefeiert. Auch der Frontmannr der Band Smokie war nach einem Konzert in Köln bei mir zu Gast. Richtig aufgeregt war ich, als mich ein Freund, ein Konzertveranstalter anrief, als Ringo Star im Tanzbrunnen aufgetreten ist. „Enzo, der will Nudeln haben“, sagte er. Die Pasta a la Enzo kam bei dem Beatle gut an.

Ihr größtes Missgeschick bislang?

Unzufrieden waren die Gäste bislang nie, aber einmal hat jemand Ketchup zu seinen Tagliatelle bestellt. Ich habe ihm den Wunsch erfüllt, war aber doch etwas gekränkt. Und es gab eine Situation, in der wir uns fast übernommen hätten. Ein Catering für den Empfang eines Architekten in Düsseldorf wurde bei mir bestellt. Wir gingen von 20 bis 30 Gästen aus, kauften Zutaten ein und machten uns auf den Weg. Vor Ort waren aber ungefähr 100 Gäste – das war ein anstrengender, aber schließlich erfolgreicher Abend.

Was mögen Sie an Mülheim?

Das Viertel ist im Kommen, das merkt man. Mir gefällt, dass die Gäste sehr unterschiedlich sind. Die benehmen sich alle gut, sind höflich und nett – man kennt sich. Der Stadtteil wurde in den letzten Jahren etwas aufgewertet. Ich würde sehr gern Außengastronomie auf dem Platz vor dem Lokal anbieten – das würde gut passen.

Was muss sich ändern?

Der Wiener Platz ist ein übler Ort. Leider, obwohl es so einfach wäre, die Fläche schöner zu gestalten. Die Leute sind zwar weitgehend friedlich, aber ich hatte schon Gäste, die sich extra ein Taxi bestellt haben, nur um nicht zu Fuß dort vorbei zu müssen. Vielleicht sollten die Mülheimer selbst dort ein paar Verbesserungsvorschläge einbringen.

Adresse und Öffnungszeiten

Das Da Enzo befindet sich an der Regentenstraße 9 in Mülheim. Die Öffnungszeiten sind montags bis sonntags von 18 bis 22.30 Uhr sowie montags bis freitags und sonntags von 12 bis 14 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.

Antipasti a la Chef kosten 10 Euro. Hauptgerichte für 13 Euro, eine Spezialität ist der Lammrücken. Pizza- und Pastavarianten beginnen bei 8 Euro. Kölsch für 1,30 Euro (0,2l), Offene Weine ab 4 Euro. (ihi)

Mehr Infos unter www.daenzo.eu.

Restaurant Richartz (Rath/Heumar)

Nachdem er 20 Jahre Küchenchef im Weinhaus zur alten Schule in Brück war, bot man Michael Richartz vor drei Jahren die Lokalität des ehemaligen Kartoffelhauses in der Rösrather Straße an. Das benachbarte Grundstück eines Blumenladen wurde gleich integriert. Seitdem beköstigt er unter eigenem Namen die Rather.

Was kommt auf die Teller, was ins Glas?

Mittags gibt es zwei Menüs: Eher Einfaches wie zum Beispiel Spaghetti Bolognese oder Gulasch. Auch mal Zander. Abends gibt es dann Hummer-Cocktails; ins Glas kommt meistens Wein. Das wollte ich auch so. Es gibt aber auch Kölsch.

Greifen Sie selbst zum Kochlöffel?

Ja, ich bin mittendrin. Das ist doch der teuerste Faktor.

Womit können Sie angeben?

Wir haben nur fünf Hauptgänge auf der Karte. Die Tagesfische werden vom Kellner abends angesagt. Das sind Gerichte wie Skrei (Winterkabeljau), Steinbutt oder Seezunge. Die Leute essen mehr Fisch bei uns. Gans geht im Winter auch sehr gut. Die Gäste lieben unsere Kalbsleber und die sauren Nierchen.

Wie ist das Publikum?

Sehr gemischt. Mittags servieren wir für die Geschäftsleute ein eher schnelles Menü und für das ältere Publikum ein eher günstigeres.

Was sagen die Gäste?

Man muss sie sich manchmal erziehen. Anfangs gab es hier eine Bürodecke mit diesen typischen Platten. Die habe ich dann rausgeschmissen. Den Waschbeton haben wir unbehandelt gelassen. Da sagten Einige, ob wir kein Geld für Farbe hätten, zusätzlich hallt es etwas. Andere sagen, man sitze hier gut.

Was war das schlimmste Missgeschick?

Die Rheinergie hat am Gas gearbeitet und irgendein Ventil geöffnet. Danach hatten wir mittags kein Gas mehr zum Kochen. So blieb die Küche kalt.

Was mögen sie an dem Viertel?

Eigentlich alles. Ich bin ja hier in der Nähe aufgewachsen. Es ist noch eine vernünftige Gegend. (Thomas Juchasz)

Preise und Öffnungszeiten

Restaurant Richartz, Rösrather Straße 653-655 in Rath/Heumar. Mittags stehen zwei Menüs für 10,50 Euro und 14,50 Euro zur Wahl. Gebratene Blutwurst auf Reibekuchen,Spiegelei für 9,50 Euro, Kalbsnierchen kosten 11,50 Euro, Entenbrust mit Spitzkohl für 22,50 Euro, Scampis auf Spaghetti für 17,50 Euro. Offene Weine ab 4,90 Euro, Aperol Spritz (0,2l) für 5,50 Euro, Wasser 2,20 Euro, Reissdorf Kölsch (0,2l) 1,70 Euro, Kaffee für 2,40 Euro.

Die Küche ist von Dienstag bis Samstag 12 bis 22 Uhr geöffnet. Sonntag und Montag ist Ruhetag. Bis 14 Uhr bietet das Restaurant Mittagsgerichte an. (tj/aga)

Waldschenke (Dünnwald)

Sternekoch Axel Müllers gastronomischer Weg führte über Baden-Baden, Ulm nach Rösrath, schließlich in die Malteser Komturei nach Bergisch Gladbach. Zwischenzeitlich schon einmal selbstständig, arbeitete er auch als Mietkoch in der Diepeschrather Mühle. 

Seit drei Jahren bewirtschaftet der gebürtige Rather zusammen mit seiner Frau die Waldschenke. Das Fachwerkhaus mit Biergarten liegt am Wanderweg unweit des Hornpottsees im Drei-Städte-Eck Leverkusen-Köln-Bergisch Gladbach.

Wie kommt das Kind zu seinem Namen?

Der Name ist Tradition. Seit 120 Jahren gibt es die Waldschenke. Früher haben die Leute hier im Säälchen getanzt. Es gibt noch heute Besucher die dort sitzen wollen. Reiter sind vorbeigekommen, haben ihr Pferd angebunden und dann hier Rast gemacht.

Was kommt auf den Teller, was in das Glas?

Frische, saisonale, deutsch-mediterrane Küche. Dann steht bei uns immer ein Schmorgericht auf der Karte. Thüringer Landschwein, deutsches Fersenfleisch oder auch Kaninchen aus der Eifel. Möglichst regional. Ochse ist hier leider schwer zu bekommen. Damals im Schwäbischen hab ich das oft gekocht. Des Weiteren stehen nur Weine auf der Karte die mir selber schmecken, keine Etikettenweine. Pfalz, Mosel, Rheinhessen. Es muss bezahlbar bleiben. Vinho verde als Sommerwein für draußen zum schlabbern.

Womit können Sie angeben?

Wir kochen breitschichtig, nur das was uns selber schmeckt. Die Zeiten mit den Sternen habe ich hinter mir.

Was sagen die Gäste?

Beschwert hat sich noch niemand, außer über die fehlenden Fahrradständer. Bei der Rhein Energie haben wir vor einem Jahr nach Ladestationen gefragt. Dort hieß es: Wir arbeiten das schrittweise ab. In Rheinland-Pfalz geht so etwas schneller. Die Ladestation steht aber auf unserer Agenda. 

Was war das peinlichste Missgeschick?

Auf der Karte stand mal Spargel mit Sauce Hollandaise. „Tu' Fremden nichts an was du selber nicht möchtest“, sage ich immer zu meinem Angestellten. Beim würzen gehe ich immer ziemlich hart an die Grenze. Da gab es schon mal Gäste, die sich beschwert haben.

Was mögen Sie am Viertel?

Die Lage hier am Waldrand ist gigantisch. 

Was sollte sich verändern?

Sie müssen mal bei Regen vorbeischauen. Dann haben wir hier die Dünnwalder Seenplatte. Zu Fuß geht's dann nur mit dem Kanu weiter. Das ist das Einzige was mich nervt.

Café Heimisch (Deutz)

Schon früher half Gianna Gilgen in der Bäckerei ihrer Eltern regelmäßig aus; später fasste sie den Entschluss, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Mit dem neuen Café „Heimisch“ in Deutz ist ihr dieser Schritt gelungen.

Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ steht sie nun Rede und Antwort.

Wie kam das Kind zu seinem Namen?

Der Name ist mir nicht spontan eingefallen, aber ich wollte, dass sich die Menschen hier zu Hause fühlen. Es sollte ein Treffpunkt werden, wenn man ab und an einen einfachen Tapetenwechsel braucht oder mit Freunden einen gemütlichen Nachmittag verbringen möchte.

Der Name sollte in diese Richtung deuten, also kam mir nach einiger Überlegung „Heimisch“ in den Sinn. So sollen sich die Kunden hier fühlen.

Was kommt bei Ihnen auf die Brettchen und in die Tassen?

Wir arbeiten fast ausschließlich mit regionalen, also auch saisonalen Produkten, wir achten aber auch bei den überregionalen darauf, möglichst Bio-Qualität haben.

Einer unserer Eistees ist sogar von Deutzer Studenten entwickelt worden. Sie haben uns angesprochen, ob wir ihr ihren Tee in unser Sortiment nehmen möchten, wir haben es probeweise versucht, und das Getränk kam bei den Kunden so gut an, dass wir es immer noch verkaufen. Wir achten grundsätzlich darauf, dass es bei unseren Produkten einen Bezug zu Köln gibt.

Womit können Sie angeben?

Damit, dass man bei uns viel Platz hat. Unsere Kunden sitzen nicht eng aneinandergedrängt und haben mehr Privatsphäre als in vielen anderen Cafés. Wir möchten eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

All unsere Salate und die Kuchen fertigen wir selbst, ein paar Kuchen-Rezepte sind von meiner Oma. Wir haben kaum etwas daran verändert, so gut wie Oma kann es einfach keiner. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Frühstück: Das gibt es bei uns gibt es den ganzen Tag, serviert auf einem Brett statt auf dem Teller. So wie zu Hause.

Die Kunden können das Bestellte aber auch mitnehmen, dafür haben wir Verpackungen, die biologisch abbaubar sind.

Was hat sich verändert?

Lange Zeit wurden statt dem frischen Brot lieber Brötchen gekauft, das habe ich in der Bäckerei meiner Eltern gut mitverfolgen können. Aber in den letzten Jahren ist der Trend immer mehr zurück zur klassischen Brotzeit gegangen. Daher haben wir auch verschiedene ausgefallene Brot-Angebote.

Außerdem leben immer mehr Menschen vegan oder vegetarisch, darauf haben wir auch geachtet. Bei uns soll jeder etwas finden, das zu ihm passt.

Öffnungszeiten und Preise

Das Café „Heimisch“, Deutzer Freiheit 72-74, hat montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Wochenende von 9 Uhr bis 16 Uhr.

Preise: Cappuccino: 2,60 Euro,  bergisches Mineralwasser: 2 Euro.  Für das Frühstück „Deutzer Brett“  zahlt man 9,90 Euro, für das „Brettchen“  3,50 Euro. Ein Salat kostet 4,90 Euro, die verschiedenen Röstbrote zwischen 3,50 Euro und 4,90 Euro. (lag)

Restaurant Meta (Poll)

Das Restaurant „Meta“ bringt seit sechs Jahren gehobene Küche nach Poll. 2010 suchte sich das Ehepaar Meta den Laden an der Poller Salmstraße aus. Meldina und Bajran Meta stellten sich den Fragen des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Wie kam das Kind zum Namen?

Wir haben uns damals dazu entschlossen dem Restaurant unseren Nachnamen zu geben, weil wir mit unserem Namen hinter dem Konzept stehen. Außerdem fanden wir es authentischer.

Was kommt auf den Teller und ins Glas?

Unsere Speisekarte wechselt alle fünf bis sechs Wochen. Je nach Saison ändert sich dann die komplette Karte. Außerdem gehe ich jeden Morgen einkaufen und lasse mich vom Angebot inspirieren. Danach wird eine Tageskarte erstellt.

Wir legen Wert auf eine kleine aber feine Speisekarte mit vier Vor- und Hauptspeisen und zwei Desserts. Ins Glas kommen bei uns sechs offene und ungefähr 60 Flaschenweine. Darunter sind ausschließlich europäische und hauptsächlich deutsche Weine.

Womit können Sie angeben?

Am liebsten geben wir mit unserer saisonalen frischen Küche an. Bei uns gibt es keinen Spargel im Winter und keinen Spitzkohl im Sommer. Eine Besonderheit ist unsere Pasta aus dem Parmesanlaib, die vor allem Kinder lieben. Stolz sind wir auch auf unsere Beziehung zu den Gästen: Wir kennen fast alle Namen unserer Stammgäste.

Was ist das Besondere des Restaurants?

Abgesehen vom Essen gibt es bei uns auch regelmäßig kulturelle Angebote wie Vorträge und Themenabende. Jeden ersten Montag im Monat gibt es einen Stammtisch, zu dem sich jeder willkommen ist. Der nächste am 7. November wird sich dem Thema Wild und Pilze widmen. Die Idee des Stammtischs kam nicht von uns, sondern von unseren Gästen.

Was sagen die Gäste?

Sie freuen sich, dass es das „Meta“ gibt, und scherzen oft, dass sie inzwischen „Meta-versaut“ sind. Also das Essen im Urlaub oder anderen Restaurants mit unserem vergleichen. Es macht Freude, die Gäste zu verwöhnen.

Was war ihre größte Panne?

Vorletztes Jahr haben wir das Catering für eine Hochzeit übernommen. Man hat immer Angst, etwas vergessen zu haben, aber alles schien erledigt. Dann rief eine Frau von der Hochzeitsgesellschaft an und fragte, wann wir kommen.

Ich antwortete, dass wir am nächsten Tag um eine bestimmte Uhrzeit da wären. Als die Frau sagte, dass die Hochzeit schon heute sei, stieg unser Puls erstmal ins Unermessliche. Zum Glück war es ein kaltes Buffet und wir hatten schon vieles vorbereitet, deswegen kamen wir nur mit einer kleinen Verspätung an, die Gäste nahmen es mit Humor.

Was mögen Sie an Poll?

Wir mögen, dass es nicht zu turbulent ist. Es ist ein toller Ort zum Leben, da es dörflich und doch in Stadtnähe ist.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir hoffen noch lange das Gefühl genießen zu können, etwas geschafft zu haben. Außerdem wünschen wir uns, nicht die Lust am Genuss zu verlieren.

Öffnungszeiten und Preise

„Meta“ befindet sich  an der Straßenbahnstation „Poll Salmstraße“ in der Siegburger Str. 385-387. Warme Küche gibt es jeden Tag von 18 bis 22 Uhr, sowie wochentags und sonntags  von 12 bis 14 Uhr. Mittwoch ist Ruhetag im Meta.

Die Kürbisravioli mit karamellisierten Walnüssen, Rucola und Amarettini gibt es für 12,50 Euro, die Entenkeule aus dem Ofen mit Pflaumensauce, Spitzkohl und Kartoffelpüree für 19,50 Euro.  Passend dazu gibt es einen offenen Rotwein, zum Beispiel Mas de Corinne 2015, für 6,90 Euro pro Glas. (sar)

Zum Kupferkessel (Poll)

Der gelernte Koch und Konditor Rolf Intemann führt mit seiner Frau Martina seit 14 Jahren die Gaststätte „Zum Kupferkessel“. Zuerst in Grengel in der Nähe des Flughafens und seit nunmehr gut vier Jahren an der Kaiserstraße 94 in Urbach lockt das Lokal mit rustikalem Charme die Kundschaft.

Wie sind Sie zu Ihrem Restaurant gekommen?

Vor rund 14 Jahren haben wir in Grengel das ehemalige Nachtlokal „Zum Treppchen“ übernommen und nach unseren Vorstellungen umgebaut und umbenannt. Da die Situation mit dem Pachtvertrag nicht gesichert war, sind wir dann mit dem Betrieb vor vier Jahren nach Urbach umgezogen, wo wir auch privat wohnen.

Wie kam das Kind zu seinem Namen?

Wir hatten zuerst zehn Jahre lang in Bergisch Gladbach ein Restaurant, die „Bergischen Stuben“. Als wir dann nach Köln kamen, brauchten wir natürlich einen neuen Namen für das Lokal. Ein Kupferkessel, den wir in unserem Inventar hatten, gab dann den Anstoß. In solchen Kesseln hat man früher Essen gekocht und auch Bier gebraut, das fanden wir passend. Der handgefertigte Kessel hängt heute dekorativ neben der Theke im Lokal.

Was brutzelt in der Pfanne?

Bei uns gibt es gut bürgerliche Küche – alles selbst gemacht. Etwa Rinderroulade, Leberkäse und Steaks. Beliebt sind der „Kupferkessel-Topf“ mit Rinderfilet und Schweinemedaillons, belegt mit Pfifferlingen und mit einer Sauce Bearnaise, dazu Bohnen und Bratkartoffeln, serviert im kleinen Kupferkessel sowie das „Tiroler Gröstels“, Geschnetzeltes vom Rumpsteak mit Pilzen und Zwiebeln in pikanter Soße mit Bratkartoffeln.

Womit können Sie angeben?

Mit unseren selbst gemachten Soßen. Mein Mann kocht jede Soße selber, da kommt nichts aus der Tüte. Sehr beliebt ist etwa die Pfeffersoße mit frischem grünen Pfeffer und Cognac, köstlich auch die Soße zur saisonal angebotenen Gänsekeule. Dafür wird eine ganze Gans zerkocht und zur Soße reduziert, dazu kommen dann noch Orangensaft und Cointreau – einfach lecker.

Wer hat schon alles bei Ihnen an der Theke gesessen?

Promis waren noch keine bei uns, wir leben zu 80 Prozent von unseren Stammgästen. Einmal im Monat kommen auch die Mitglieder des Urbacher Karnevalsvereins Fidele Aujusse vorbei.

Was mögen Sie an Urbach?

Wir wohnen jetzt seit 25 Jahren hier und mögen die Ruhe und das Grün. Außerdem sind wir schnell in der Innenstadt – und wenn es in den Urlaub geht, auch direkt am Flughafen. Anbindung und Lage sind gut.

Was muss sich im Stadtteil ändern?

Die Kommunikation mit der Verwaltung sollte sich verbessern. Wir haben von diversen Baustellen direkt vor unserem Lokal erst einen Tag vorher erfahren. Da hieß es etwa: Am morgigen Sonntag wird das Wasser abgedreht. Da hätten wir dann den Laden dicht machen müssen. So etwas sollte vorher besonders mit den Geschäftsleuten abgesprochen werden.

Preise und Öffungszeiten

Die Gaststätte Zum Kupferkessel, Kaiserstraße 94, Urbach (Tel. 02203/ 2 80 71), ist dienstags bis sonntags jeweils ab 17 Uhr geöffnet, sonntags gibt es zudem von 11.30 bis 14 Uhr einen Mittagstisch. Montag ist Ruhetag.

1,50 Euro fürs Kölsch, 2,50 Euro für einen Cappuccino und 3,90 Euro für einen Hugo-Cocktail. Vorspeisen kosten zwischen 3,90 und 10 Euro, Hauptspeisen  10  bis 19 Euro. (af)

Poller Strandbar (Poll)

Die Poller Strandbar an der Rheinpromenade ermöglicht allen Erholungssuchenden einen Tag Urlaub mitten in Köln. In einem Meer aus Sand, Palmen, und Strandkörben können Gäste (auch) im Liegen ihre Seele baumeln lassen und dazu bei einem Cocktail und einem frischen Burger wunderbar entspannen.

Mit mehreren Eventbereichen, einem Beachvolleyballplatz, Tischtennisplatten, einem Kinderbereich, bietet die Strandbar für jeden etwas. Hier gibt es alles – bis auf laute Technomusik und Chichi.

Wie kamen Sie auf die Idee, in Poll eine Strandbar zu eröffnen?

Ich hatte vorher einen Beachclub in Mülheim. Nachdem mein Mietvertrag nicht verlängert wurde, musste ich mir jedoch einen neuen Standort suchen. Auf einer Radtour entlang des Rheins gefiel mir dieser Ort besonders – auch, weil man von der Bar aus einen Blick auf den Rhein hat.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch und ins Glas?

Wir haben ein großes Angebot an Burgern, bieten Standards wie Currywurst und Pommes, aber auch frische Salate, Pizza und Flammkuchen an – außer, sie wurden vorher schon von unserer Crew aufgegessen. Seit Neustem haben wir auch Eis im Angebot. Zu Trinken gibt es bei uns Gaffel Kölsch und Fassbrause, Mixgetränke, Bioschorlen, Kaffeevariationen sowie Weine, Cocktails und Longdrinks.

Womit können Sie angeben?

Mit unserem Charme! Wir versuchen, den Leuten mit der Strandbar einen Tag Urlaub in Köln zu ermöglichen. Darüber hinaus machen uns unser frisches Essen und die familiäre Atmosphäre aus. Dabei unterscheiden wir uns von allen anderen Beachclubs in Köln und in der Umgebung: Tagsüber sind wir vor allem ein Treffpunkt für Familien und Kinder. Die haben bei uns Narrenfreiheit, sie können Sandburgen bauen, so viel sie wollen und in unserem Kinderbereich spielen. Abends ist die Zielgruppe dann Ü25, aber laute Musik und Schickimicki gibt es bei uns nicht.

Was sagen die Gäste?

Gestern war eine Familie bereits um 11.30 Uhr da und ist bis 19 Uhr geblieben, das ist keine Seltenheit. Es freut mich zu sehen, dass sich unsere Gäste in der Bar so wohlfühlen, dass sie gleich den ganzen Tag bleiben. Ich höre oft Komplimente über unser nettes Personal und unsere frischen Küche. Manche Gäste kommen sogar extra zum Burgeressen bei uns vorbei, wenn sie in Köln sind.

Was mögen Sie an Poll?

Ich mag, dass Poll eher wie eine kleine eigene Stadt ist, trotzdem ist man mit der Linie 7 schnell in der Innenstadt. Deswegen versuche ich selbst auch den Poller Flair zu bewahren: Ich kaufe das meiste im Veedel ein, um die hiesigen Unternehmen zu unterstützen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Meine Strandbar wächst immer weiter. Ständig wird etwas erneuert oder verschönert. In naher Zukunft plane ich noch einen zusätzlichen Sportbereich mit Beachvolleyball, Fußball und Boule. Nächstes Jahr würde ich gerne an Sonn- und Feiertagen für 100 Personen kochen, was mir gerade in den Sinn kommt. In Poll fehlt mir momentan leider noch ein Metzger.

Ihr größtes Missgeschick?

Im Winter war ich auf dem Weg zur Strandbar. Die Holzdielen waren nass und überall lag nasses Laub. Das hab ich auch gesehen, nur leider nicht weiter nachgedacht. Und so bin ich dann richtig fies ausgerutscht.

Preise und Öffnungszeiten

Den „180 gr. Strandburger“ bekommt man für 6,50 Euro, einen bunten Sommersalat mit Orangenfilets für 5,50 Euro.

Die Bar öffnet als eine der ersten im März und schließt als letzte im Oktober. Bei gutem Wetter ist sie täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet. (sar)

Pizzeria Pinocchio (Poll)

Dass es in der Bretterbude in Poll richtig gute Pizza gibt, ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Aus weitem Umkreis kommen Menschen wegen Gino und seiner italienischen Hefefladen.

Die meisten bestellen ihr Essen zum Mitnehmen. An manchen Tagen, wie zu Weiberfastnacht, platzt die kleine Bude aber auch fast aus allen Nähten. Ist der Andrang auch noch so groß – Gino gibt alles, damit kein Gast auf seine Pizza verzichten muss.

Wie kommt der Laden zu seinem Namen?

Ich bin der ehemalige Pizzabäcker der Pizzeria Pinocchio in der Altstadt. Vor ein paar Jahren wollte ich mich selbstständig machen und fand, dass die Geschichte des kleinen Pinocchio gut zu Köln und zu mir passt. Als ich die Bretterbude in Poll übernommen habe, war einfach klar, dass sie den Namen der hölzernen Märchenfigur bekommt. Pizzeria Pinocchio in Poll klingt einfach gut. Pinocchio verfolgt mich so schon mein ganzes Leben.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?

Die Pizza ist bei uns wie von Mutter gemacht, die Nudeln sind immer frisch und es gibt knackigen italienischen Romana-Salat.

Womit können sie angeben?

Mit ganz einfachen Sachen: Bei uns wird immer alles frisch gemacht, unsere Gerichte sind simpel aber hochwertig. Ich bin stolz, dass ich die Tradition des Pizzabackens seit ich denken kann übernommen habe und auch an weitere Generationen weitergeben kann.

Was sagen die Gäste?

Heute ist der erste Tag nach unserem Urlaub. Ständig rufen Gäste an, ob wir wieder geöffnet haben oder kommen vorbei. „Wir haben Gino und seine Pizza vermisst!“, ruft ein Gast spontan. Sie sehen, unsere Gäste sind sehr zufrieden und wir alle arbeiten mit viel Herzblut und Leidenschaft dafür, dass das auch so bleibt.

Was mögen sie an Poll?

Die Poller habe ich als sehr herzlich kennen gelernt. In Poll sind alle nett und freundlich zu uns, das gefällt mir am meisten. Poll ist ein Dorf für sich, hier kennt jeder jeden. Ich mag auch, dass die Poller etwas konservativ sind. Dadurch hat jeder Respekt für den anderen, das schätze ich sehr.

Was muss sich ändern?

Ich kann mich nicht beklagen. In Poll gibt es nichts, was ich verbessern würde. Viele Leute wünschen sich, dass wir das Pinocchio vergrößern, aber dafür ist leider kein Potenzial da. Deswegen wird sich auch an der Pizzeria nicht viel ändern.

Ihr bislang größtes Missgeschick?

Bei uns gibt es schon mal einen Kurzschluss, aber das kann uns nicht aufhalten. Wenn das Licht aus ist, funktioniert der Pizzaofen weiter. Wir backen auch im Dunkeln. Wenn es wirklich so weit kommt, stellen wir ein paar Kerzen auf. Dann dann können unsere Gäste ihre Pizza im Kerzenschein genießen.

Öffnungszeiten und Preise

Pinocchio hat montags bis samstags von 12 bis 22 Uhr geöffnet, freitags öffnet die Pizzeria von 17 bis 22 Uhr. An Sonntagen müssen Gäste auf Ginos Pizza und Pasta verzichten. Die Pizzeria befindet sich an der Salmstraße 1, direkt an der Straßenbahnhaltestelle „Poll Salmstraße“/  Ecke  Siegburger Straße.

Montags bis freitags gibt es ein Mittagsangebot bis 15 Uhr. Dann kosten  alle Pizzen, Pasta und Salate  jeweils 5,90 Euro. Eine Pizza Margherita gibt es  für vier Euro, Pizzabrötchen mit Aioli oder Kräuterbutter für 1,50 Euro. (sar)

Alt Poller Wirtshaus (Poll)

Vor acht Jahren eröffnete Andreas Hertel das „Alt Poller Wirtshaus“ . Seitdem ist es zu einem beliebten Treffpunkt für Poller geworden.

Wie kam das Kind zum Namen?

Das Lokal hieß ganz früher „Alt Poller Bierhaus“. Die Vorbesitzer hatten den Laden aber in „Cuba Libre“ umbenannt. Wir haben uns dann in Anlehnung an den alten Titel den Namen „Alt Poller Wirtshaus“ ausgesucht. Der Name sollte aber zeigen, dass es etwas Neues ist und wir nicht nur Bier haben, deswegen „Wirtshaus“ statt „Bierhaus“.

Was kommt auf den Tisch beziehungsweise ins Glas?

Wir bieten moderne Wirtshausküche an, bei der wir vor allem auf Frische und Hausgemachtes Wert legen, aber auch vegetarische Gerichte. Ins Glas kommen bei uns allerlei Säfte, ausgewählte Weine, fünf Fassbiere und andere Biersorten.

Womit können Sie angeben?

Ich denke vor allem unsere Biervielfalt, der Biergarten, die Küche und das tolle Team machen uns besonders. Auch auf unser Kulturprogramm bin ich stolz. In unserem Lokal treten regelmäßig bekannte Künstler auf.

Was sagen die Gäste?

Wir kriegen oft Lob für unsere Freundlichkeit und unseren schnellen Service. Viele Gäste finden, dass unser Lokal einen hohen Wohlfühlfaktor hat – gerade bei Feiern.

Was mögen Sie an ihrem Veedel?

Vor allem schätze ich an Poll die Übersichtlichkeit. In Poll leben weniger Menschen als in anderen Stadtteilen und so kennt man viele gut. Zudem liegt Poll sehr zentral zur Innenstadt und hat eine direkte Autobahnanbindung. Dennoch haben wir viel Natur mit den Poller Wiesen.

Was muss sich ändern?

Eine Bus- oder Bahnlinie, die direkt zum Deutzer Bahnhof oder in die Innenstadt fährt, fehlt hier definitiv. Außerdem fahren die Autos hier im Ort viel zu schnell – da müsste etwas unternommen werden.

Ihr peinlichstes Missgeschick?

Vor einigen Jahren hatten wir einen fast kompletten Stromausfall während einer Veranstaltung. Die Leute dachten, ich würde eine besondere Aktion starten – dabei stand ich nur hilflos hinterm Tresen und hatte keine Ahnung, was das Problem war. Der Abend endete dann im Kerzenschein.

Öffnungszeiten und Preise

Das Alt Poller Wirtshaus liegt zentral an der Poller Hauptstraße 28 und hat von Dienstag bis Freitag jeweils ab 15 Uhr und Samstag und Sonntag bereits ab 12 Uhr geöffnet.

Der „Lieblingssalat“ der Poller kostet 7,90 Euro als normale und 11,80 Euro als große Version. Den Tafelspitz mit Meerrettichsoße bekommt man für 14,80 Euro, und das Kölsch von Fass kostet 1,50 Euro. (sar)

Rhein und Wiese (Poll)

Die Kölnerin Sonja Theile-Ochel hat im. März diesen Jahres das „Rhein und Wiese“ in Poll neu eröffnet. Bevor sie das Restaurant übernahm, war es unter dem Namen „Rheinlust“ bekannt.

Wie kam das Kind zu seinem Namen?

Mit dem Neuanfang musste auch ein neuer Name her. Wir haben lange herumgesponnen und nach offenen unvergebenen Namen im Internet geguckt. Der Name sollte möglichst die Lage am Rhein mit aufnehmen. Sonntagmorgens am Frühstückstisch kam dann die Idee.

Was kommt bei ihnen ins Glas und auf den Teller?

Wir bieten eine Südtiroler Küche, man könnte auch sagen: italienisch mit einem alpenländischen Touch. Zu den beliebtesten Gerichten zählt zum Beispiel unser Jausen-Brett mit Käse aus den Dolomiten. Außerdem haben wir eine große Auswahl selbst gemachter Knödel und verschiedene Risottos. Dazu gibt es Wein aus Südtirol oder Mühlenkölsch.

Womit können Sie angeben?

Wir sind stolz auf die frischen Produkte, die wir zum Kochen verwenden, davon bekommen wir viele direkt aus Tirol. Zu unserer Speisekarte haben wir eine kleine Landkarte von Südtirol hinzugefügt. So können die Gäste genau sehen, wo wir unseren Käse und Speck, aber auch viele unserer Weine und Brände beziehen.

Ihr bislang größtes Missgeschick?

Gleich am ersten Tag nach der offiziellen Eröffnung haben wir peinlicherweise die Umstellung der Uhr von Winter- auf Sommerzeit verpennt. Wir hatten „Rindswangerln“ auf der Osterkarte stehen, die müssen aber an die drei Stunden schmoren. Deswegen konnten wir den ersten Gästen dieses Gericht leider nicht servieren.

Was gefällt Ihnen an Poll?

Ich lebe schon seit 16 Jahren in Poll und fühle mich sehr wohl hier. Am Stadtteil gefällt mir die ländliche Struktur mit Anbindung an die Großstadt. Mit dem Auto, der Straßenbahn oder dem Fahrrad kommt man schnell überall hin, wo man hin möchte.

Was wünschen Sie sich in Poll?

Ein vernünftiger Gemüsehändler mit frischer Ware in Poll wäre schön. Die allgemeine „Versupermarktung“ wird ja immer mehr zum Problem für Gastronomen.

Was sagen die Gäste?

„Wir kommen extra immer von der anderen Rheinseite rüber. Hier gibt es abends einfach den längsten Sonnenuntergang zu sehen“, sagt eine Kundin. Ihre Freundin stimmt ihr zu: „Die Küche ist auch sehr gut, vor allem der Nachtisch ist lecker.“ 

Öffnungszeiten und Preise

Das „Rhein und Wiese“ befindet sich in der Alfred Schütte-Allee 51 in Poll, und hat wochentags von 12 bis 23 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 23 Uhr geöffnet.

Ein Mühlenkölsch (0,2 L) kostet 1,50 Euro. Für 10,80 Euro bekommt man selbst gemachten Käseknödel auf lauwarmem Krautsalat, oder für 9,50 Euro den „Knödel des Tages“ mit brauner Butter und Parmesan. (mgg)

Café Saint Louis (Deutz)

Mitten auf der Deutzer Freiheit trifft amerikanischer Südstaaten-Charme auf Milch aus der Region.

Im Café Saint Louis serviert Sascha Manz aber nicht nur  selbstgemischte Salate, Bagels und täglich wechselnde Suppen, sondern auch Kuchen und Kaffee aus Köln. Im Fragebogen steht er Rede und Antwort.

Wie kam das Kind zum Namen?

Mit 19 habe ich meinen Zivildienst in der amerikanischen Stadt Saint Louis gemacht. Das hat mich sehr geprägt. Bei der Namensfindung war dann klar: Es muss knackig sein, aber eine persönliche Verbindung haben.

Was kommt bei Ihnen auf den Teller und in die Tasse?

In die Tasse kommen Kaffee von der Kölner Kaffeemanufaktur Heilandt und Milch aus der Region. Dazu Salate nach dem Baukastenprinzip (ab 3,60 Euro) und über zehn Bagelsorten (ab 2,70 Euro). Kuchen kommt von der Patisserie Dehly & deSander und ab dem kommenden Wochenende bieten wir auch frischgebackene Waffeln an.

Womit können Sie angeben?

Wir sind die einzige Salatbar rechtsrheinisch, die neben den normalen Supermärkten viele vegane Angebote hat. Im Sommer außerdem: Außenplätze in der Sonne, hier auf der Deutzer Freiheit eine kleine Seltenheit.

Was sagen die Gäste?

„Die Atmosphäre ist super, weil es etwas privater ist“, sagt Vera. Sarah meint, „es ist total gemütlich hier.

Ihr größtes Missgeschick bislang?

Am Anfang habe ich zu viel Wert auf Take-away Wert gelegt, dafür ist Deutz der falsche Standort. Andere Missgeschicke wurden uns zum Glück bisher erspart.

Was mögen Sie an Deutz?

Mir gefällt die persönliche Atmosphäre, sie ist so schön kölsch. Wir sind keine Hipstergegend, aber auch kein Seniorenparadies, sondern  haben von allem etwas: Eine richtige bunte und quirlige Mischung.

Was muss sich ändern?

Leider gibt es nur wenig Aufenthaltsqualität hier. Dinge des alltäglichen Lebens finden sich schon, aber zu wenige kleine Boutiquen und Lädchen.

Öffnungszeiten und Preise

Das „Café Saint Louis“ befindet sich  an der Deutzer Freiheit 89 (Tel.: 0221/99756650). Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr, samstags von 9 bis 18 Uhr. Sonntags ist das Café geschlossen.

Einen Kaffee gibt es für 2,10 Euro, für 2,70 Euro bekommt man eine Latte Macchiato. Auch  Chai Tee (2,50) gibt es. Die Kölner Rösterei Heilandt liefert dem Saint Louis die Kaffeebohnen. (che)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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