Gauck mit Großem Zapfenstreich als Bundespräsident verabschiedet

Nach fünf Jahren im Amt des Bundespräsidenten ist Joachim Gauck mit dem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. Gaucks Amtszeit endet am Samstag, am Sonntag tritt der frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Amt des Staatsoberhaupts an

Nach fünf Jahren im Amt des Bundespräsidenten ist Joachim Gauck am Freitagabend mit dem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. An der Veranstaltung im Park von Schloss Bellevue nahmen rund 600 Gäste teil, darunter auch etwa 300 ehrenamtlich engagierte Bürger. Gaucks Amtszeit endet am Samstag, am Sonntag tritt der frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Amt des Staatsoberhaupts an.

Der Große Zapfenstreich ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung deutscher Soldaten. Zum Abschied hatte sich Gauck unter anderem das Stück "Über sieben Brücken musst Du gehen" der DDR-Rockband Karat und den Bach-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" gewünscht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war wegen ihrer Reise nach Washington nicht dabei, stattdessen vertrat Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) die Bundesregierung. Gabriel würdigte in einem Interview die Verdienste Gaucks. Er habe "nie den Glauben an unser Land und die Kraft seiner Menschen zu Demokratie und Freiheit verloren", sagte der Bundesaußenminister der "Passauer Neue Presse" (Samstagsausgabe).

Gauck stehe mit seiner ganzen Biografie für die jüngere deutsche Geschichte, sagte Gabriel weiter. "Im Zweiten Weltkrieg geboren, der Vater von den Sowjets verschleppt, später Pfarrer in der DDR und dann zu Wendezeiten Mitbegründer des Neuen Forums in Rostock, frei gewählter Volkskammervertreter, dann Chef der nach ihm benannten Gauck-Behörde und schließlich Bundespräsident." Dieses Leben "mit all seinen Wendungen und Überraschungen" habe sein Amtsverständnis geprägt und seine hohe Glaubwürdigkeit ausgemacht, sagte Gabriel.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen