Gazastreifen bestätigt erste Covid-19-Erkrankungen

Im Gazastreifen könnte ein Ausbruch verheerend sein

Im von den Palästinensern kontrollierten Gazastreifen sind erstmals zwei Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Die beiden Männer seien bei ihrer Rückkehr aus Pakistan isoliert worden und hätten das Quarantänezentrum an der Grenze zu Ägypten nicht verlassen, teilte das Gesundheitsministerium des Gazastreifens in der Nacht zum Sonntag mit. Ihr Zustand sei stabil.

Es habe keinen Kontakt zu Bewohnern des Gazastreifens gegeben, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Jusef Abu Al-Reesch. Experten der Vereinten Nationen haben davor gewarnt, dass ein Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im Gazastreifen ein besonders verheerendes Ausmaß annehmen könnte. In dem unter israelischer Blockade stehenden Küstenstreifen herrschen eine hohe Bevölkerungsdichte und große Armut, das Gesundheitssystem ist schlecht.