Gefährliche Spielgefährten: Giftige Schlangen im Kinderzimmer

Als Donna Sim den Kinderzimmerschrank ihres dreijährigen Sohnes Kyle öffnete, bekam sie den Schock ihres Lebens. Denn darin kringelten sich sieben Schlangen. Und gefährliche noch dazu -  bei den Tieren handelte es sich um Exemplare der zweitgiftigsten Landschlangenart der Welt. Der kleine Junge selbst hatte den Tieren im Schrank eine Brutstätte angelegt.

Sieben Giftnatter-Babys fand eine Mutter im Schrank ihres dreijährigen Sohnes (Screenshot: Yahoo7/AAP)Donna Sim hatte sich nichts dabei gedacht, als ihr Sohn im Garten mehrere Eier fand und damit spielte. Und als der dreijährige Kyle seine Mutter um eine Kiste bat, um seinen Fund darin aufzubewahren, fand sie auch dies nicht bedenklich. Die Frau aus der australischen Stadt Townsville ahnte nicht, dass wenig später mehrere hochgiftige Schlangen aus den Eiern schlüpfen würden. Doch eines Tages, als sie zufällig Kyles Kinderzimmerschrank öffnete und die besagte Kiste fand, stellte sie fest, dass sich darin etwas bewegte: sieben Schlangenbabys. Der Nachwuchs einer Giftnatter der Art Östliche Braunschlange ist trotz des jungen Entwicklungsstadiums als sehr gefährlich einzustufen. Die Tiere sind für ein äußerst nervöses und aggressives Verhalten bekannt und ihr Biss ist meist tödlich, wenn nicht rechtzeitig ein Gegenmittel gespritzt wird.

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Glücklicherweise war der Deckel der Kiste fest verschlossen, und die Schlangen waren noch zu klein, um ihn aufzudrücken. Steve Wilson, Schlangenexperte vom Queensland Museum, sagte gegenüber dem australischen Nachrichtensender „ABC News“, dass ein Biss für Kyle tödlich hätte enden können. „Wenn er mit ihnen gespielt hätte, was einem kleinen Jungen nicht allzu fern liegt, hätten sie ihn beißen können – und er hätte dabei ernsthaft verletzt oder getötet werden können.“

In Australien ist es verboten, geschützte wilde Tiere aus ihrem Lebensraum zu entfernen. Mit rechtlichen Konsequenzen muss Donna Sim jedoch vermutlich nicht rechnen. Mutter und Sohn übergaben die Reptilien dem örtlichen Wildschutz, woraufhin sie wieder in freier Natur ausgesetzt werden konnten.


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