Gefährliche Suchaktion: Fünfjährige fährt Auto

Aus Sorge um ihre Mutter, die nicht nach Hause gekommen war, nahm eine Fünfjährige aus dem US-Bundesstaat Ohio die Suche selbst in die Hand. Das Mädchen startete den Familienwagen, der daraufhin rückwärts aus der Einfahrt rollte und im Vorgarten der Nachbarn landete. Als sie nicht mehr weiterwusste, kontaktierte sie die Polizei.

Als Ameleah Kegly am Montagnachmittag aus dem Schulbus stieg, war ihre Mutter nicht wie gewohnt gekommen, um sie abzuholen. Also ging das Mädchen alleine nach Hause. Doch auch dort fand sie Christina Hinter nicht vor. Die Fünfjährige wartete – aber drei Stunden später war ihre Mutter noch immer nicht zurückgekehrt. Deshalb beschloss Ameleah, nach ihr zu suchen. Sie griff sich den Autoschlüssel und setzte sich hinters Steuer des Familienwagens, schaltete die Scheinwerfer ein, löste die Handbremse und steckte den Schlüssel in die Zündung. Da es ihr jedoch nicht gelang, den Motor richtig zu starten, rollte das Auto rückwärts die Einfahrt hinaus – und kam glücklicherweise auf der anderen Straßenseite im Vorgarten der Nachbarn zum Stehen.

Daraufhin kletterte Ameleah aus dem Wagen und wählte die Notrufnummer der Polizei. „Ähm, das Auto meiner Mama ist versehentlich rückwärts gefahren, und ich brauche die Polizei, damit sie das Auto wieder zurückfährt“, so die Kleine laut dem amerikanischen „Mansfield News Journal“ am Telefon. Sie bat die Person am anderen Ende der Leitung, so schnell wie möglich zu kommen, da ihre Mutter sonst böse auf sie sei. Auf die Frage ihres Gesprächspartners, wo ihre Mutter denn sei, antwortete das Mädchen: „Ich weiß nicht, wo sie ist, und ich weiß nicht mehr weiter. Sie ist weg, und ich vermisse sie so sehr.“

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Ein Polizeibeamter fand das Mädchen kurz darauf wohlbehalten aber verstört vor. „Ich erblickte ein kleines Mädchen, das alleine mit einem Telefon im Türrahmen stand“, sagte  Ryan Grimshaw  der Zeitung. „Sie erzählte, dass sie mit ihren beiden Katzen gespielt habe und dass sie hungrig sei, also machte ich ihr ein paar Pizza-Röllchen und gab ihr eine Safttüte.“

Später stellte sich der Grund für die Abwesenheit von Ameleahs Mutter heraus: Die 31-Jährige war früher am Tag mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden – der Grund ist noch nicht bekannt. Als sie am Montagabend entlassen wurde, sagte Hunter den Polizeibeamten, sie habe Ameleahs Vater darum gebeten, sich um seine Tochter zu kümmern. Der jedoch behauptet, er habe die Nachricht nie erhalten. Die Polizei von Mansfield wird nicht gegen Hunter oder Ameleahs Vater vorgehen, aber das zuständige Jugendamt will die Familienverhältnisse vorsichtshalber genauer überprüfen.

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