Gefangen im Höhlenlabyrinth

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Insgesamt drei Tage lang dauerte die Bergung der Jungen aus dem Tham-Luang-Höhlensystem. (Bild: Disney)
Insgesamt drei Tage lang dauerte die Bergung der Jungen aus dem Tham-Luang-Höhlensystem. (Bild: Disney)

Im Sommer 2018 befreiten mehr als 1.000 Helfer eine junge Fußballmannschaft und ihren Trainer aus einer überfluteten Höhle in Thailand. Nun zeigt Disney+ eine atemberaubende Dokumentation über die dreitägige Rettungsmission.

Es war ein Drama, das die Welt bewegte: Einen Monat lang waren zwölf Jungen und ihr Trainer in einer labyrinthischen Höhle in Nordthailand eingeschlossen, bevor ein internationales Team aus Rettungstauchern sie wohlbehalten bergen konnte. Mehr als drei Jahre ist die spektakuläre Rettungsaktion mittlerweile her, bei der mehr als 1.000 Helfer aus 13 Nationen zusammenkamen, um 18 Tage lang um die Leben der jungen Männer zu kämpfen. Die von National Geographic Documentary Films produzierte Dokumentation "The Rescue: Das Höhlenunglück von Thailand" (zu sehen ab 31. Dezember bei Disney+) will nun die Ereignisse des Sommers 2018 rekapitulieren.

Gefangen im riesigen Labyrinth: Die Tham-Luang-Höhle gilt als die viertlängste Höhle Thailands. (Bild: Disney)
Gefangen im riesigen Labyrinth: Die Tham-Luang-Höhle gilt als die viertlängste Höhle Thailands. (Bild: Disney)

Es geht direkt ins Innere der Höhle

Im Kern sei der Film "eine Geschichte über eine Gruppe von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Sprachen und Kulturen, die zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen", so das US-amerikanische Regisseur- und Produzenten-Duo Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin, das bereits im Jahr 2019 für "Free Solo" mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde und bei den diesjährigen Critic's Choice Documentary Awards den Preis als beste Regisseure erhielt. Mit "The Rescue: Das Höhlenunglück von Thailand" stieß auch das jüngste Werk des Filmemacher-Ehepaares auf Begeisterung und wurde auf zahlreichen Filmfestivals, unter anderem in Toronto, mit dem Publikumspreis geehrt.

"Durch die Produktion des Films wurden wir an die Schönheit von Menschlichkeit erinnert, vor allem in Anbetracht der letzten Jahre, in denen die Welt gespaltener schien als je zuvor", so Vasarhelyi und Chin. Im Mittelpunkt der emotionalen Nacherzählung der Rettungsoperation steht eine Gruppe britischer Höhlentauch-Experten, denen es mit hochriskanten Tauchmanövern gelang, die Jungen in Sicherheit zu bringen. Anhand exklusiver Interviews und bislang unveröffentlichtem Material nimmt die Dokumentation das Publikum den TV-Geräten direkt mit ins klaustrophobische Innere der Tham-Luang-Höhle.

Die Doku "The Rescue: Das Höhlenunglück in Thailand" zeigt bislang unveröffentlichtes Originalmaterial der Rettungsoperation. (Bild: Disney)
Die Doku "The Rescue: Das Höhlenunglück in Thailand" zeigt bislang unveröffentlichtes Originalmaterial der Rettungsoperation. (Bild: Disney)

"Außergewöhnliche Geschichte des menschlichen Triumphs und des Mitgefühls"

Dass der Ausgang der Tauchaktion wohl allen Zuschauerinnen und Zuschauern bereits bekannt sein dürfte, tut dem Film dabei keinen Abbruch. Neben dem Geschick der Höhlentaucher Richard Stanton, John Volanthen, Robert Harper und des australischen Anästhesisten Richard Harris fokussieren sich die Filmemacher vor allem auf die Aufopferungsbereitschaft der Retter, die über drei Tage hinweg versuchten, die verängstigten Jungen aus der stockfinsteren Kammer zwei Kilometer tief in der Höhle zu befreien.

Es ist eine - wie Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin selbst feststellen - "außergewöhnliche Geschichte des menschlichen Triumphs und des Mitgefühls", die die Filmemacher mit viel Liebe zum Detail und großem Respekt für die Beteiligten nacherzählen.

Mehr als 1.000 Menschen waren an der spektakulären Rettungsaktion beteiligt. (Bild: Disney)
Mehr als 1.000 Menschen waren an der spektakulären Rettungsaktion beteiligt. (Bild: Disney)
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