Gegenwind für Johnson bei Ortstermin im Krankenhaus

Omar Salem (links) konfrontierte Boris Johnson bei einem Klinik-Besuch (Bild: Yui Mok/PA Wire/Pool via Reuters)

Der britische Premierminister Boris Johnson muss derzeit einiges einstecken. Bei einem Ortsbesuch in einem Londoner Krankenhaus am Mittwoch stellte ihn der Vater eines erkrankten Kindes zur Rede.

“Es gibt nicht genug Ärzte, es gibt nicht genug Krankenschwestern, es ist nicht gut organisier”, sagte Omar Salem zu Johnson, wie in einem Video auf den Webseiten britischer Medien zu sehen war. Der nationale Gesundheitsdienst sei zerstört worden. “Und Sie kommen hierher für eine PR-Gelegenheit?”, rief er aufgebracht.

“Hier ist eigentlich keine Presse”, entgegnete Johnson. Doch das machte Salem noch wütender. “Was meinen Sie damit, hier ist keine Presse?”, rief er und deutete in Richtung der laufenden Kamera, während im Hintergrund das Klicken von Fotoapparaten zu hören war.

Salem gab sich später auf Twitter als Labour-Aktivist zu erkennen. Seine sieben Tage alte Tochter sei am Abend zuvor schwer krank dorthin eingeliefert worden, erklärte er. Trotzdem habe sich stundenlang kein Arzt um sie gekümmert.