Geklaute Fahrräder werden oft im Ausland weiter verkauft

Viele gestohlene Fahrräder landen offenbar in Osteuropa

Die Bundesregierung sieht einem Medienbericht zufolge Fahrraddiebstahl als "Betätigungsfeld für ost- und südosteuropäische Tätergruppen". Wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf die Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag berichtete, hält die Bundesregierung Fahrraddiebstähle für "ein gewinnbringendes Betätigungsfeld sowohl für Einzeltäter als auch für ost- und südosteuropäische Tätergruppen". "Ein erheblicher Teil der entwendeten Fahrräder dürfte dabei ins Ausland verbracht oder dort vermarktet werden."

In der Antwort habe die Bundesregierung bei der Aufklärung der Fälle auf die Zuständigkeit der Länder verwiesen. Der Grünen-Abgeordnete Matthias Gastel warf dem Bund deshalb in dem Blatt vor, seine Handlungsmöglichkeiten ungenutzt zu lassen. "Bei Pkw-Diebstählen hat eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu einer deutlich höheren Aufklärungsquote geführt", sagte Gastel. Die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, dass auch bei Fahrraddiebstählen grenzüberschreitend gefahndet und kontrolliert werden könne.

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