Geld übrig: In Berlins Behörden könnte längst mehr ausgebildet werden

Der Bericht des Finanzsenators zeigt, dass im letzten Jahr rund 8,6 Millionen Euro für Verwaltungsnachwuchs nicht ausgegeben wurden.

Die Landesregierung will mehr Kräfte für den öffentlichen Dienst ausbilden. Allerdings konnten im vergangenen Jahr die dafür im Haushalt bereitgestellten Mittel erneut nicht ausgeschöpft werden. Von 140,7 Millionen Euro wurden nur 132,1 Millionen Euro ausgegeben. Gut sechs Prozent des Geldes, fast 8,6 Millionen Euro, blieben übrig.

Darin bereits enthalten sind 933.000 Euro, die an der vorgesehenen Stelle nicht ausgeschöpft und im Rahmen des sogenannten solidarischen Finanzausgleichs umgeschichtet wurden. Von diesem Ausgleich profitieren Landesunternehmen und geförderte Institutionen des Kulturbereichs. So wurden für 386.000 Euro Ausbildungsplätze beim kommunalen Krankenhauskonzern Vivantes finanziert, 366.000 Euro bekam die Opernstiftung für Ausbildungszwecke. Das geht aus einem Bericht hervor, den Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) für den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses verfasst hat.

Der prozentuale Anteil der nicht ausgeschöpften Mittel war in den Verwaltungen sehr unterschiedlich. Blieben in der auch für Polizei und Feuerwehr zuständigen Senatsinnenverwaltung lediglich rund vier Prozent des Geldes übrig, waren die Prozentwerte in anderen Senatsverwaltungen deutlich zweistellig. In der Justizverwaltung hingegen wurde der Haushaltsansatz sogar um gut 400.000 Euro oder rund 1,2 Prozent überschritten.

Pankow schöpft Etat nicht aus, Neukölln überschreitet ihn

Auch in den Bezirken ist das Bild sehr uneinheitlich. Während in Pankow mehr als 40 Prozent und in Lichtenber...

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