Geld gegen Reformen: Vorläufige Einigung zwischen Griechenland und Gläubigern

Geld gegen Reformen – das ist die Formel, auf die sich Griechenland mit seinen Gläubigern vorläufig geeinigt hat.

Vor den leidgeplagten Griechen könnten unter anderem weitere Rentenkürzungen stehen, zudem soll der jährliche Steuerfreibetrag herabgesetzt werden. All das soll Geld in die Staatskasse spülen.

Von einer endgültigen Vereinbarung könne keinesfalls die Rede sein, betont der Wirtschaftswissenschaftler Panagiotis Petrakis von der Universität Athen. “Die Einigung ist mitnichten das Ende der Fahnenstange, denn jede zukünftige Vereinbarung wird große Zugeständnisse von griechischer Seite verlangen. Und jeder kann sich vorstellen, was das für Zugeständnisse sein werden…”, so Petrakis.

Gewerkschaften haben bereits Arbeitsniederlegungen angekündigt, um gegen weitere Sparmaßnahmen zu protestieren. Was sagen die Menschen auf der Straße?

“Ich war Hochschulprofessor, meine Rente ist bereits um 60 Prozent gekürzt worden. Das macht mir das Leben sehr schwer, es ist äußerst schwierig, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen.” Und eine Frau erzählt: “Wir kommen kaum über die Runden. Dort, wo ich wohne, haben von acht Familien nur ein Taxifahrer und ich eine echte Arbeit.”

“Bis spätestens Ende nächster Woche muss die griechische Regierung ein Gesetz für die neuen Maßnahmen erlassen, ehe die Euro-Finanzminister die Gelder vermutlich bei der nächsten Eurogruppensitzung am 22. Mai bewilligen werden”, so euronews-Reporter Stamatis Giannisis.

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