Gemeinde darf Bademeister nur in der Badesaison bezahlen

Kommunen können einen Bademeister immer nur für die Badesaison beschäftigen und bezahlen. Dies gilt nicht automatisch als unzulässige Kettenbefristung, wie am Dienstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied. (Az: 7 AZR 582/17)

Der Kläger arbeitet seit 2000 als Bademeister bei einer Gemeinde in Niedersachsen, nach seinem jüngsten Arbeitsvertrag als "vollbeschäftigter Arbeitnehmer". Bezahlt wurde er aber immer nur von April bis Oktober.

2016 argumentierte der Bademeister, es liege eine unzulässige Kettenbefristung vor. Seine Beschäftigung dauere daher über den 31. Oktober 2016 hinaus an.

Das BAG wies seine Klage ab. In seinem Arbeitsvertrag sei "nicht eine Vielzahl befristeter Arbeitsverhältnisse für die künftigen Jahre vereinbart" worden. Vielmehr sei das Arbeitsverhältnis unbefristet. Lediglich die Arbeits- und Vergütungspflicht seien auf die Monate April bis Oktober begrenzt worden.

"Diese Vereinbarung ist wirksam", urteilte das BAG. Eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers liege darin nicht. Denn die Gemeinde habe davon ausgehen dürfen, "nur während der Badesaison Beschäftigungsbedarf für den Kläger zu haben".