Gentrifizierung: Bäckerei "Filou" in Kreuzberg darf offenbar bleiben

Das Geschäft war von Schließung bedroht. Die Betreiber bedankten sich auch bei ihren Nachbarn vom "Vertikal" für die Solidarität.

Das zuvor von Schließung bedrohte Café Filou in Kreuzberg bleibt. Das erklärten die Betreiber offenbar auf einem Aushang, der an ihrem Geschäft angebracht ist. Ein Redakteur der "Berliner Zeitung" hatte einentsprechendes Foto getwittert. Dort heißt es man danke "allen UnterstützerInnen, auch und besonders Claire und Nadine vom Vertikal, die sich maßgeblich für uns eingesetzt haben". Claire D'Orsay ist die Betreiberin des benachbarten Restaurants "Vertikal". Sie und ihr Geschäft sind im Zuge der Proteste gegen die drohende Schließung des Filou immer wieder zum Ziel von Angriffen von rechts und links geworden.

Das Filou besteht seit 15 Jahren an der Reichenberger Straße. Im Dezember hatte der Eigentümer des Hauses den Mietvertrag der Bäckerei nicht verlängert. Bis Ende Juli sollten die Betreiber das Geschäft eigentlich räumen. Seitdem gehen zahlreiche Menschen regelmäßig auf die Straße und halten Solidaritätsdemonstrationen ab.

Zu unschönen Szenen kam es immer wieder im Zusammenhang mit dem Restaurant "Vertikal" eine Tür weiter. Dieses wird von vielen Aktivisten als Symbol für Gentrifizierung und somit als Ursache für die drohende Schließung der Bäckerei angesehen. Die Betreiberin Claire D'Orsay, eine US-Amerikanerin, berichtet von Drohungen, Sachbeschädigungen, rassistischen Parolen und körperlichen Angriffen.

"Filou"-Chef Daniel Spülbeck hat indes stets betont, nichts gegen D'Orsay zu haben. Initiativen wie der "Bizim Kiez" hatten sich zudem von rassisti...

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