George W. Bush und Michelle Obama wiederholen rührenden Trauer-Moment

Bei der Begrüßung steckte George W. Bush Michelle Obama ein Bonbon zu. (Bild: Reuters)

Zwischen George W. Bush und Michelle Obama hat sich offenbar eine Freundschaft entwickelt. Bei öffentlichen Treffen wirkten die beiden in den vergangenen Monaten sehr vertraut. Ihre großen Sympathien füreinander verdeutlichte am Mittwoch eine vermeintlich unbedeutende Geste.

Zur Trauerfeier des verstorbenen Ex-US-Präsidenten George H. W. Bush (1924 – 2018) waren sämtliche Präsidentenpaare geladen. So saßen auf der einen Seite der National Cathedral in Washington D.C. Donald Trump, Barack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter mit ihren Ehefrauen. Auf der anderen Seite des Mittelgangs hatte die Familie Bush Platz genommen.

Vor Beginn der Zeremonie begrüßte George W. Bush die präsidialen Gäste per Handschlag. Nur bei einer Person machte der 72-Jährige eine Ausnahme: Bevor er Michelle Obama die Hand reichte, griff er in seine andere Hand. Dort befand sich ein Bonbon, das er Michelle Obama mit einer schnellen Bewegung zusteckte. Diese musste sofort schmunzeln.

Damit wiederholte George W. Bush eine Geste, die vor wenigen Monaten in den sozialen Netzwerken trendete. Der Republikaner John McCain war am 25. August dieses Jahres im Alter von 81 Jahren gestorben. Bei der Trauerfeier am 1. September saßen Bush und Obama nebeneinander. In einem kurzen Moment steckte der Ex-Präsident seiner Sitznachbarin ein Bonbon zu. Nun hat er es also wieder getan.

In einer bewegenden Trauerrede auf seinen Vater ließ Bush auch viel Humor durchscheinen. Im Alter von 90 Jahren habe sein Vater einen Fallschirmsprung gewagt und sei im US-Bundesstaat Maine neben jener Kirche gelandet, in der Bush senior und dessen Frau Barbara einst geheiratet hatten. “Mutter scherzte, er habe die Stelle für den Fall ausgewählt, dass der Schirm sich nicht öffnet”, so Bush junior. Mehrmals hatte er während seiner Rede mit den Tränen zu kämpfen.


Eine besondere Verbindung

Schon mehrfach haben George W. Bush und Michelle Obama in der Öffentlichkeit demonstriert, dass sie Sympathien füreinander hegen. Während einer Veranstaltung zum 50. Jahrestag der Selma-nach-Montgomery-Märsche im März 2015 saßen die beiden nebeneinander und unterhielten sich augenscheinlich prächtig. Bei der Eröffnung des Nationalmuseums für afroamerikanische Geschichte und Kultur im September 2016 umarmte Michelle Obama Bush junior, der daraufhin seinen Kopf an ihre Schulter lehnte.

George W. Bush und Michelle Obama bei einer Museumseröffnung im September 2016. (Bild: Getty Images)

Jenna Bush Hager, die Tochter von George W. Bush, arbeitet derzeit als Korrespondentin für die “Today Show” auf NBC. Mitte November führte sie ein Interview mit Michelle Obama anlässlich der Veröffentlichung ihrer Memoiren. In dem Gespräch sagte Obama, dass George W. Bush ein “wunderbarer, witziger, netter und freundlicher” Mann sei. Dennoch stimme sie nicht bei allen Themen mit ihm überein. Als Bush Hager ihrem Vater erzählte, dass sie ein Interview mit Michelle Obama führen werde, soll dieser entgegnet haben: “Grüß mir Michelle!”