Gericht verurteilt acht Randalierer wegen Beschädigung des Arc de Triomphe

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Ausschreitungen am Arc de Triomphe

Ein Gericht in Paris hat am Donnerstag acht Menschen wegen der Beschädigung des Arc de Triomphe am Rande einer Demonstration der "Gelbwesten"-Bewegung verklagt. Bei den Verurteilten handle es allerdings sich nicht um die Haupttäter, teilte das Gericht mit. Diese seien nie gefunden worden. Die acht Randalierer wurden zu Haftstrafen auf Bewährung und gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Gerichtspräsidentin Sonia Lumbroso sagte, sie habe angesichts des Sachverhalts diese "symbolische" Strafe einer Geldstrafe vorgezogen. Diejenigen, die Souvenirs wie Postkarten oder Eiffelturm-Figuren aus dem Museumsladen des Arc de Triomphe gestohlen hatten, wurden zusätzlich zu einer Geldbuße von hundert Euro verurteilt.

Die Angeklagten, von denen die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, sagten vor Gericht, sie hätten "friedlich" demonstrieren wollen und den Arc de Triomphe nur betreten, um sich vor dem Tränengas zu schützen.

Am 1. Dezember 2018 war ein Protest der "Gelbwesten"-Bewegung in Gewalt umgeschlagen. In den Straßen von Paris kam es zu chaotischen Szenen, Randalierer errichteten Barrikaden, zündeten Autos an und warfen Fensterscheiben ein.

Mehrere Demonstranten versuchten, den Arc de Triomphe zu stürmen und besprühten das Wahrzeichen mit Parolen wie "Triumph der Gelbwesten" und "Macron, tritt zurück!" Auch der Laden und das Museum des Denkmals wurden geplündert. Der Gesamtschaden betrug rund eine Million Euro.

gap/ck