Germanwings-Absturz am Gymnasium in Haltern am See nach wie vor präsent

Absturzstelle in den französischen Alpen

Zwei Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen ist die Katastrophe am Gymnasium in Haltern am See nach Darstellung von Schulleiter Ulrich Wessel weiter sehr präsent. "Sie ist jeden Tag im Schulleben zu spüren", sagte Wessel am Donnerstag im Südwestrundfunk (SWR). Am Freitag wird genau zwei Jahre nach dem Absturz der Opfer gedacht.

Bei der Katastrophe waren auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums im nordrhein-westfälischen Haltern am See ums Leben gekommen. Wessel sagte zum Umgang mit der Katastrophe an seiner Schule, er habe sich immer gewünscht, "dass wir wieder zum Schulleben zurückkehren, aber aus einer würdigen Erinnerung heraus und nicht um den Preis des Vergessens oder Verdrängens".

Am 24. März 2015 hatte der offenbar unter Depressionen leidende Copilot Andreas Lubitz das Flugzeug absichtlich in die Berge gesteuert. An die Opfer wird nun am Freitag nahe der Absturzstelle in Frankreich und auch am Gymnasium in Haltern erinnert. Zudem gibt in Berlin Lubitz' Vater, der die Schuld seines Sohns bestreitet, exakt zum Zeitpunkt des letzten Funkspruchs um 10.30 Uhr eine Pressekonferenz, was für Empörung sorgt.

Auch Wessel zeigte wenig Verständnis dafür. "Das ist sicherlich nicht sehr glücklich", sagte der Schulleiter im SWR. Er vermutete mit Blick auf das Vorgehen des Vaters, es gebe "verschiedene Arten des Umgangs mit der Trauer, vielleicht auch verschiedene Arten, Realitäten wahrzunehmen oder auch nicht wahrzunehmen".

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen