Die Geschichte eines Meisterwerks: Das sind die DVD-Highlights der Woche

·Lesedauer: 3 Min.
"Alien"-Erfinder Dan O'Bannon während der Dreharbeiten in den späten 70-ern. Der Autor, 2009 verstorben, musste viele Jahre lang um die Realisation seines Stoffes kämpfen. Nur zwei Millionen Dollar Budget waren zunächst für den Science-Fiction-Film vorgesehen, Regisseur Walter Hill sprang ab. Ein unbekannter Typ namens Ridley Scott half aus ... (Bild: Courtesy of the O'Bannon Estate)
"Alien"-Erfinder Dan O'Bannon während der Dreharbeiten in den späten 70-ern. Der Autor, 2009 verstorben, musste viele Jahre lang um die Realisation seines Stoffes kämpfen. Nur zwei Millionen Dollar Budget waren zunächst für den Science-Fiction-Film vorgesehen, Regisseur Walter Hill sprang ab. Ein unbekannter Typ namens Ridley Scott half aus ... (Bild: Courtesy of the O'Bannon Estate)

"Memory: Über die Entstehung von Alien", "The Little Things" und "Space Jam: A New Legacy": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Ohne den Drehbuchautor Dan O'Bannon hätte es "Alien" nicht gegeben. Und das ist keine Binsenweisheit, denn jeder Film braucht ja bekanntlich ein Drehbuch. O'Bannon allerdings kämpfte während der 70-er wie ein Besessener für den wahrscheinlich unheimlichsten und verstörendsten Filme aller Zeiten. Geboren wurde O'Bannon 1946 im Mittleren Westen als Sohn einfacher Leute. Er ließ sich jedoch massenhaft Bücher nach Hause schicken, eine Art Fernleihe. Vor allem aber verschlang Dan 0'Bannon Comics und war früh fasziniert von Stoffen, in dem ein fremdes Wesen den menschlichen Körper von innen übernimmt, ihn aushöhlt, verwandelt. Wie er diese Vorstellung in seinem Science-Fiction-Filmmeisterwerk "Alien", das am 25. Mai 1979 in die amerikanischen Kinos kam, umsetzte, zeigt der beeindruckend detailreiche Dokumentarfilm "Memory: Über die Entstehung von Alien", der nun ebenso wie "The Little Things" und "Space Jam: A New Legacy" auf DVD und Blu-ray erscheint.

Selten wurde ein Film so klug auseinandergenommen - und eine der ekligsten Szenen der Filmgeschichte fast eine halbe Stunde lang erklärt wie in "Memory: Über die Entstehung von Alien". (Bild: Atlas Film)
Selten wurde ein Film so klug auseinandergenommen - und eine der ekligsten Szenen der Filmgeschichte fast eine halbe Stunde lang erklärt wie in "Memory: Über die Entstehung von Alien". (Bild: Atlas Film)

"Memory: Über die Entstehung von Alien" (VÖ: 12. November)

"Memory: Über die Entstehung von Alien" erzählt den SciFi- und Horror-Klassiker "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" vor allem als kreatives Kollektivprodukt der Masterminds Dan O'Bannon, Ridley Scott und des Schweizer Künstlers HR Giger, der nicht nur das Monster selbst erschuf, sondern auch das vielleicht berühmteste Set Design der Filmgeschichte. Doch auch die berühmte "Chestburster"-Szene - sicher einer der ekelhaftesten Momente der Filmgeschichte - wird in gefühlten 30 Minuten durchanalysiert, inklusive Vorlesen des Drehbuchs, das für diese Szene lediglich eine schmale Seite benötigte. "Memory" ist ein Film für Filmfreaks und jene Menschen, die sich für wirklich alle kulturhistorischen Einflüsse des Meta-Horrors "Alien" interessieren.

Preis DVD: circa 13 Euro

USA, 2019, Regie: Alexandre O. Philippe, Laufzeit: 89 Minuten

Ist Albert Sparma (Jared Leto), der in der Nähe des Tatorts arbeitet, der Serienmörder, der L.A. in Angst und Schrecken versetzt? (Bild: 2019 Warner Bros. Entertainment Inc. / Nicola Goode)
Ist Albert Sparma (Jared Leto), der in der Nähe des Tatorts arbeitet, der Serienmörder, der L.A. in Angst und Schrecken versetzt? (Bild: 2019 Warner Bros. Entertainment Inc. / Nicola Goode)

"The Little Things" (VÖ: 11. November)

Eine derart hohe Dichte an Oscarpreisträgern findet man selten in einem einzigen Film: Im Thriller "The Little Things" spielt Denzel Washington (Oscars für "Glory" und "Trainingday") Joe "Deke" Deacon, einen Sheriff vom Lande, der in Los Angeles in einen blutrünstigen Fall verwickelt wird. Ein Serienmörder terrorisiert die Stadt, die Polizei scheint hilflos. Der leitende Ermittler (Rami Malek, Oscar für "Bohemian Rhapsody") bittet Joe, an dessen Spürsinn er glaubt, ihm bei der Jagd nach dem Täter zu helfen. Schnell nimmt der Provinz-Cop den zwielichtigen Albert Sparma (Jared Leto, Oscar für "Dallas Buyers Club") ins Visier. Doch dann kommt Joe seine eigene, düstere Vergangenheit in den Weg.

Preis DVD: circa 14 Euro

USA, 2021, Regie: John Lee Hancock, Laufzeit: 123 Minuten

Der Thriller "The Little Things" versammelt drei Oscarpreisträger vor der Kamera.

 (Bild: 2020 Warner Bros. Entertainment Inc. )
Der Thriller "The Little Things" versammelt drei Oscarpreisträger vor der Kamera. (Bild: 2020 Warner Bros. Entertainment Inc. )

"Space Jam: A New Legacy" (VÖ: 4. November)

In "Space Jam" von 1996 war es noch Michael Jordan, der im Mittelpunkt der kunterbunten Mischung aus Real- und Animationsfilm stand. Nun, 25 Jahre später, tritt LeBron James dessen Erbe an. James spielt sich in "Space Jam: A New Legacy" quasi selbst: einen Basketball-Star, der vor allem seinen Sport im Kopf hat. Zu seinen Kindern, besonders zu seinem Sohn Dom (Cedric Joe), hat er hingegen keine so guten Draht. Doch seine Vaterliebe ist gefragt, als Dom in die Hände einer bösartigen Künstlichen Intelligenz (KI) gerät. James folgt Dom in die virtuelle Realität, wo ihn die KI vor eine unmöglich scheinenden Aufgabe stellt: Um Dom zu retten, muss sein Vater ein Basketball-Spiel gewinnen - nicht allerdings mit den Los Angeles Lakers an seiner Seite, sondern mit Bugs Bunny, Sylvester und all den anderen schrägen Gestalten der Looney Tunes.

Preis DVD: circa zwölf Euro

USA, 2021, Regie: Terence Nance, Laufzeit: 112 Minuten

LeBron James und Bugs Bunny bekommen es mit ziemlich übermächtigen Gegnern im "Space Jam"-Turnier zu tun. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc.)
LeBron James und Bugs Bunny bekommen es mit ziemlich übermächtigen Gegnern im "Space Jam"-Turnier zu tun. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc.)
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