"Geschichte des Ortes": Auf Spurensuche im Humboldt-Forum

Kunsthistoriker und Leiter des Bereichs "Geschichte des Ortes" am Humboldt Forum im Berliner Schloss

Berlin. Um den Fensterblick seines nigelnagelneuen Büros darf man Alfred Hagemann beneiden. Gute Adresse: Unter den Linden 10. Er schaut hinunter auf den Boulevard. Ein historischer Ort, wie Hagemann uns gleich erzählt, ehemals stand dort das Grand Hotel de Rome, das abgerissen wurde. Das Hotel am Bebelplatz 400 Meter weiter übernahm 2006 diesen Namen. 1910 wurde auf dem Areal das Geschäfts- und Bürogebäude Römischer Hof gebaut. Hier sitzen dort nun zahlreiche Mitarbeiter des Humboldt Forums, sie kümmern sich um die Veranstaltungen, andere planen die Akademie oder den digitalen Auftritt. Alfred Hagemann leitet seit Februar die „Geschichte des Ortes“.

Ähnlich wie mit dem Römischen Hof verhält es sich in gewisser Weise mit dem Humboldt Forum. Erst stand dort ein richtiges Schloss. Es wurde 1951 auf Befehl der DDR-Oberen liquidiert, später durch den Palast der Republik ersetzt. Nach der Wende kamen für ihn die Abrissbirnen. Und bald eröffnet dort ein alt-neues Schloss, um das heftig gestritten wurde.

Auch der Palast der Republik wird ein Thema sein

Und genau hier beginnt Hagemanns Mission als Spurensucher. Mit seinem Team recherchiert er, was genau sich an diesem Ort zwischen Lustgarten, Schlossplatz und Spree über Jahrhunderte ereignet hat. Er fährt auf einem Grundriss des Schlossbaus langsam mit dem Finger die Strecke vom Eosanderportal bis zum Portal I am Schlossplatz entlang. „Es ist ein besonderer Ort in der Berliner und der deutschen Geschichte“, sagt er. „Es beginnt mit der Stadtgrü...

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