Gesetzesentwurf: Neue Dusch-Regeln für Trumps perfektes Haar

Moritz Piehler
·Freier Autor
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Zeigt, wie der perfekte Sitz seiner Haarfrisur auszusehen hat: US-Präsident Donald Trump. (Bild: REUTERS/Joshua Roberts)
Zeigt, wie der perfekte Sitz seiner Haarfrisur auszusehen hat: US-Präsident Donald Trump. (Bild: REUTERS/Joshua Roberts)

US-Präsident Donald Trump stört sich an den Vorschriften zum Wasserbrauch, weil sie sein “perfektes Haar” stören. Und schon macht sich seine Regierung daran, die Energiesparregel auszuhebeln.

Bei Donald Trump wirkt es oft so, als sei die Präsidentschaft für ihn so etwas wie der Besitz eines Hauses. Wenn ihm etwas persönlich nicht passt, setzt er alle politischen Hebel in Bewegung, um es zu seinen Gunsten zu verändern. Dieses Mal geht es aber nicht um den Neubau eines FBI-Gebäudes in Washington oder die Freilassung von verurteilten Trump-Vertrauten per Dekret. Es geht um etwas viel banaleres.

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Trump hatte sich schon im Juli beschwert, dass die Vorschriften, die den Wasserverbrauch in den USA regulieren, seinem laut eigenen Aussagen “perfekten Haar” schaden. “Man duscht und es kommt kein Wasser,” meckerte Trump. Ob er dann einfach unter der Dusche stehen bleiben solle? Sein Problem: “Mein Haar, ich weiß nicht, wie das für andere ist, aber meins muss perfekt sein. Perfekt.”

Duschen und Toiletten

Das Gesetz war bereits 1992 unter der Regierung von George Bush erlassen worden. Demnach darf beim Duschen maximal eine Wassermenge von 9,5 Litern pro Minute durch die Rohre fließen. Zu wenig, findet Trump. Sein Energieministerium stellte nun eine Änderung vor, nach der die Wassermenge pro Duschkopf gelten soll. Duschen mit mehreren Köpfen könnten dann also einen deutlich höheren Wasserverbrauch haben.

Wassereinsparung scheint ein größeres Thema im Trump-Haushalt zu sein. Ende des vergangenen Jahres ließ er sich über Toiletten aus: “Die Leute drücken die Toilettenspülung zehnmal, 15 Mal – anstatt nur einmal. Am Ende verbrauchen sie mehr Wasser,” war sich der Präsident sicher.

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Elizabeth Warren, lange Kandidatin für den Posten der demokratischen Vizepräsidentin an Joe Bidens Seite, fand deutliche Worte für die Dusch-Espkapaden. “Ich kann nicht glauben, dass ich das sagen muss: Die Bundesregierung sollte die Wassereffizienzstandards unseres Landes nicht ändern, weil Donald Trump Probleme hat, sich die Haare zu waschen.”

Auch die Nachrichten-Moderatorin Rachel Meadow befand auf Twitter: “Jetzt sind wir also auch noch unglaublich peinlich.”

Laut der Trump-Regierung könnte der durchschnittliche US-amerikanische Haushalt bis zu 3000 US-Dollar pro Jahr durch die neuen Regularien einsparen. Kritiker gehen durch die Lockerungen allerdings eher von einer Kostenerhöhung für die Endverbraucher aus. Ob das Gesetz überhaupt zur Anwendung kommt, hängt ohnehin davon ab, ob Trump am 3. November wiedergewählt wird.

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