Gesichter der Spiele: Prinz Hubertus von Hohenlohe

Gesichter der Spiele: Prinz Hubertus von Hohenlohe

Dass bei Olympischen Spielen mindestens einmal über Prinz Hubertus von Hohenlohe gesprochen wird, dafür sorgt Prinz Hubertus von Hohenlohe schon selbst. Egal, was der Sohn von Prinz Alfonso von Hohenlohe-Langenburg, der Marbella zum Spielplatz der Reichen und Schönen machte, und Prinzessin Ira von Fürstenberg auch gerade treibt, er ist vor allem eines: Selbstdarsteller. Dass der "Hubsi", mittlerweile 59 Jahre alt, in Pyeongchang gar nicht mitfährt - geschenkt.
Bei Ski-Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen gehört der Prinz, der zeitlebens für Mexiko startete, weil er dort geboren wurde, aber irgendwie zum Inventar. Er hat 28 Weltcuprennen bestritten seit 1981, sein bestes Ergebnis: Fünfter in der Kombination 1981 in Madonna di Campiglio. Es folgten: Starts bei zwölf Weltmeisterschaften (38. in der Abfahrt in Bormio 2005) und sechs Olympischen Winterspielen (26. im Slalom 1984 in Sarajevo).
Mit der Qualifikation für Pyeongchang hat es nicht mehr geklappt, Rang 22 bei den italienischen Meisterschaften im Januar war zu wenig. Hat damit zu tun, dass von Hohenlohe erst einen Rippenbruch auskurieren musste und auch sonst wenig Zeit hat. Er ist Gastgeber einer TV-Sendung, entwirft gerade eine neue Uhr, bereitet eine Ausstellung seiner Pop-Art-Fotografien vor und hat einen neuen Song am Start, der US-Präsident Donald Trump nicht gerade schmeichelt.
In Pyeongchang hat der Prinz schon Aufsehen erregt - mit dem Design der Rennanzüge der mexikanischen Ski-Rennläufer. Seine sportliche Karriere soll selbstverständlich aber nicht beendet sein, er könnte schließlich noch den Altersrekord des Schweden Carl August Kronlund brechen, der bei seiner Teilnahme am Curling-Wettbewerb 1924 bereits 58 Jahre alt war. Außerdem ist es ja auch im Interesse des höchsten Olympiers, dass er weitermacht. 
"Im vergangenen Frühjahr habe ich Thomas Bach (IOC-Präsident) in St. Moritz getroffen", berichtet der Prinz. Bach habe ihm einen Olympia-Pin gegeben und gesagt, "ich solle bloß nicht versuchen, mich nicht zu qualifizieren".
Prinz Hubertus von Hohenlohe wird es also in vier Jahren wieder versuchen. Logisch.