Gestern fiel eine Entscheidung, durch die Europas Landkarten umgeschrieben werden müssen

Business Insider Deutschland
Mazedonien Griechenland

Die Regierungen Mazedoniens und Griechenlands haben einen 27 Jahre andauernden Streit beendet. Der Grund war der Name Republik Mazedonien als offizielle Bezeichnung für die ehemalige jugoslawische Teilrepublik. Das Land wird künftig Republik Nord-Mazedonien heißen. Das verkündeten der griechische Premierminister Alexis Zipras und der nun nord-mazedonische Regierungschef Zoran Zaev am Dienstag.

Die Namensänderung soll unterstreichen, dass Nord-Mazedonien keine territorialen Ansprüche auf die nördliche Region in Griechenland stellt. Zu Griechenlands gleichnamigem Mazedonien gehört etwa die große Hafenstadt Thessaloniki. Durch die Namensänderung ist für Nord-Mazedonien der Weg frei für einen Betritt in die Europäische Union und die Nato.

Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland seit den 90er Jahren

Der Streit hat die Beziehungen zwischen den Führungen in Athen und Skopje spätestens seit 1991 belastet, als sich die Republik Mazedonien von dem zerfallenden Jugoslawien unabhängig erklärte. Heute ringen sowohl die EU als auch die Nato mit Russland um Einfluss in der Region. Tsipras und Zaev hatten sich bemüht, noch vor dem EU-Gipfel Ende Juni eine Grundsatzeinigung zu erzielen. Ein Nato-Gipfel ist für Mitte Juli geplant.

Lest auch: Eine Landkarte zeigt, welche Vorurteile über welches Bundesland in Deutschland herrschen

Weiterlesen auf businessinsider.de