Gesundheitspersonal fordert am WHO-Sitz energischeres Vorgehen gegen Klimawandel

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Protest von Gesundheitspersonal in Genf

Demonstranten aus dem Gesundheitssektor haben am Sitz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf an Regierungen rund um den Globus appelliert, die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels anzuerkennen. Die rund 200 Protestierenden trugen am Samstag bei ihrem Marsch durch die Stadt zur WHO-Zentrale weiße Kittel. Auf einem der riesigen Spruchbänder war ein Thermometer zu sehen - es zeigte das allmähliche Ansteigen der Temperaturen bis zu einem Zustand, in dem der Planet in Flammen steht.

Veranstaltet wurde der Protest von dem Netzwerk Doctors for Extinction Rebellion (Doctors4XR). Vor dem WHO-Sitz überreichten die Aktivisten dem Chef der Organisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, eine Petition mit 1100 Unterschriften. Bei den Unterzeichnern handelt es sich um Gesundheitspersonal aus der ganzen Welt. In der Petition wird der Weltgemeinschaft "Untätigkeit" und eine "unermessliche Kluft" zwischen Worten und Taten angesichts des Klimawandels und seiner gesundheitlichen Folgen vorgeworfen.

Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der ganzen Welt seien mit einer ständig wachsenden Zahl von Herz-Kreislauf- sowie Atemwegserkrankungen infolge der Luftverschmutzung konfrontiert, heißt es in der Petition. Auch nimmt der Erklärung zufolge etwa die Zahl der Todesfälle durch Hitzewellen zu.

WHO-Chef Tedros begrüßte die Protestaktion und kündigte an, die Petition den Mitgliedstaaten der Organisation vorlesen zu wollen. Die Corona-Pandemie gehe zu Ende, "aber es gibt keinen Impfstoff gegen den Klimawandel", sagte Tedros. Die WHO hält derzeit virtuell das Jahreshaupttreffen ihrer Mitgliedstaaten ab.

ao/dja

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