Alternative zu Softdrinks? Getränkesirup im Marktcheck

·Freiberufliche Journalistin

Ob Himbeere, Orange, Cola oder Waldmeister – die Supermarktregale sind voll mit Getränkesirup-Varianten. Die Verbraucherzentrale hat sich in einem Marktcheck 34 Sorten einmal näher angeschaut.

Mit Sirup lassen sich Getränke selbst anmischen. (Bild: Getty Images)
Mit Sirup lassen sich Getränke selbst anmischen. (Bild: Getty Images)

Sirup gilt als beliebte Alternative zu fertigen Limonaden und Softgetränken. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Sorten und er ist leicht zu transportieren. Mit nur 500 Millilitern lassen sich je nach Hersteller bis zu 12 Liter Fertiggetränk anmischen – das Kistenschleppen hat sich damit erledigt.

Aber wie gut sind die selbst gemixten Erfrischungsgetränke eigentlich? Das wollte die Verbraucherzentrale Bremen herausfinden und hat 34 Sirupe unter die Lupe genommen.

Große Unterschiede bei der Dosierung

Als erstes fiel den Testern auf, dass die Produkte durch ihre teils sehr hohe Konzentration schwer zu dosieren sind. Verbraucher sollten deshalb immer einen Blick aufs Etikett werfen, auch weil sich die Produkte beim Anmischen erheblich unterscheiden. Die Angaben der untersuchten Sirupe für einen Liter Fertiggetränk bewegten sich zwischen 43 Millilitern und 250 Millilitern.

Das passgenau hinzubekommen, ist offenbar nicht immer ganz einfach. "Den Sirup laut einem Dosiervorschlag im Verhältnis von eins zu 23 zu dosieren, ist ohne Taschenrechner und genaues Abmessen schwierig. Auch Angaben wie 3,4 Esslöffel sind unpraktikabel, da Esslöffel keine einheitliche Größe haben", bemängelt Sonja Pannenbecker, Referentin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Bremen.

Beim Zucker besser genau hinschauen

Auch beim Zuckergehalt stellten die Verbraucherschützer große Unterschiede fest. Manche Produkte enthielten Süßungsmittel und weniger Zucker. Aber ein Drittel der Sirupe brachte es auf mehr als fünf Gramm Zucker in nur 100 Millilitern angemischtem Getränk. Ein Produkt lag sogar bei 19 Gramm pro 100 Milliliter. Wer davon ein Glas mit 300 Millilitern konsumiert, überschreitet damit schon die maximale Tagesempfehlung für Erwachsene von 50 Gramm Zucker.

Weil die Dosierungen kompliziert sind und der Zuckergehalt teilweise sehr hoch ist, rät die Verbraucherzentrale: Kinder sollten Sirupgetränke nicht regelmäßig konsumieren und auch nicht ohne Hilfe von Erwachsenen anmischen.

Viele Zusatzstoffe

Im Vergleich mit fertigen Erfrischungsgetränken stellte die Verbraucherzentrale bei den Sirupen deutlich längere Zutatenlisten fest, was vor allem den vielen Zusatzstoffen geschuldet sei. "Während im fertigen Pfirsicheistee und im Getränk mit Cola-Orangengeschmack noch etwas Pfirsich und Orange enthalten sind, fehlen sie beim entsprechenden Sirup", so Sonja Pannenbecker.

Sie rät in jedem Fall einen Blick auf die Rückseite der Verpackung zu werfen oder – noch besser – zu gesünderen Alternativen wie kaltem Tee oder Infused Water zu greifen. Letzteres ist superschnell selbst hergestellt: Einfach nach Belieben Früchte kleinschneiden und eventuell Kräuter wie Minze oder Basilikum hinzufügen. Dann das Ganze in eine Glasflasche füllen, mit Wasser aufgießen und mindestens 20 Minuten durchziehen lassen – fertig!

Im Video: Szene wie aus einem Horrorfilm - Frecher Corgi klaut roten Sirup und stellt sich tot

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