Getreide-Export in den Startlöchern - Aber neuer Beschuss Odessas möglich

Trotz des russischen Raketenangriffs auf den Hafen von Odessa laufen dort die Vorbereitungen auf die Getreideexporte in Richtung Bosporus. Das ukrainische Ministerium für Infrastruktur geht davon aus, dass die unter der Führung der Vereinten Nationen und der Türkei ausgehandelte Getreide-Vereinbarung noch in dieser Woche umgesetzt werden kann, zuerst ab dem Hafen von Tschornomorsk südlich von Odessa.

Der ukrainische Minister für Infrastruktur Oleksandr Kubrakov sagte im Detail: "Wir gehen davon aus, dass das Abkommen in den nächsten Tagen in Kraft treten wird, parallel zur Einrichtung eines Koordinierungszentrum in Istanbul. Wir bereiten uns darauf vor, dass alles in dieser Woche beginnt."

Getreidespeicher getroffen oder nicht?

Nach russischen Angaben waren am Samstag ein Kriegsschiff, ein Depot mit US-Raketen vom Typ Harpoon und eine Dockanlage der ukrainischen Marine zerstört worden. Die russischen Raketen seien im militärisch genutzten Teil des Hafens eingeschlagen und damit in "bedeutender Entfernung" von den Getreidesilos.

Die ukrainische Seite machte dagegen den Beschuss eines Getreidespeichers geltend. Dabei sei ein Mensch verletzt worden.

Den russischen Außenminister Sergej Lawrow begleitete das Thema quch während seiner Afrikareise: "Zu dem von Ihnen erwähnten Vorfall in Odesssa: Es gibt nichts in den Verpflichtungen, die Russland eingegangen ist, auch nicht in den am 22. Juli in Istanbul unterzeichneten Vereinbarungen, was uns daran hindern könnte, die spezielle Militäroperation fortzusetzen und militärische Infrastruktur und andere militärische Ziele zu treffen."

Lawrow stellte klar, dass es jederzeit einen neuen Angriff auf den Hafen von Odessa geben könnte. Bestandteil des Getreide-Abkommens ist eine Nicht-Angriffsvereinbarung für die drei beteiligten ukrainischen Häfen. Unklar ist, ob dies nur für zivile oder auch militärische Hafenbereiche gilt.

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