Gewerkschaft der Polizei: Gegner von Corona-Maßnahmen immer aggressiver

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Schild mit Hinweis auf Maskenpflicht

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagt eine zunehmende Aggressivität von Gegnern der Corona-Maßnahmen. "Uneinsichtige Personen" würden deutlich schneller aggressiv als früher, sagte Gewerkschaftsvizechef Jörg Radek der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Das ende schnell mit Beleidigungen, Anhusten oder Körperverletzung. "Da hat sich mit der Pandemie einiges zum Schlechten gewandelt", sagte der GdP-Vize.

Radek betonte aber zugleich, dass sich die Mehrheit der Menschen bei Kontrollen kooperativ verhalte: "Die überwiegende Zahl der Menschen ist einsichtig, wenn sie von der Polizei bei Lockdown-Kontrollen angesprochen werden." So hätten von 200.000 Fahrgästen, die seit September in der Bahn ohne Maske aufgefallen seien, nur 3700 weitergemeldet werden müssen, weil sie sich weigerten, einen Atemschutz aufzusetzen.

Seit Mittwoch gilt im Kampf gegen das Coronavirus bundesweit ein harter Lockdown. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, auch Schulen und Kitas sind weitgehend zu. Im öffentlichen Raum gilt ein striktes Alkoholverbot. Die Maßnahmen gelten zunächst bis 10. Januar. Über das weitere Vorgehen wollen Bund und Länder am 5. Januar beraten.

dja