Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände fordern mehr Solidarität von Wohlhabenden

Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, evangelischer Kirche, Wissenschaft und Kultur fordern angesichts der hohen Inflation mehr Solidarität mit den Schwächeren. Ärmere Haushalte müssten wirkungsvoll entlastet werden, schreiben sie in einem am Montag in Berlin veröffentlichten offenen Aufruf. Vor allem Menschen mit hohem Einkommen und Vermögen seien gefragt: "Starke Schultern können und müssen mehr tragen - das ist ein zentraler Grundsatz unserer sozialen Marktwirtschaft."

Der demokratische Sozialstaat verspreche allen eine gerechte Teilhabe. "Dieses Versprechen ist wertlos, wenn es sich in Krisenzeiten nur für die Einkommens- und Leistungsstarken im Land bewahrheitet", kritisieren sie. Sollte das geschehen, drohe der Demokratie "eine nie dagewesene soziale und politische Zerreißprobe."

Unterzeichnet haben den Aufruf unter anderem Annette Kurschus, die Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, Diakoniepräsident Ulrich Lilie, Frank Werneke, der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds.

smb/pw

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