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Gewerkschaften ziehen positives Fazit von Streik bei Lufthansa-Ferienflieger Discover

Die Pilotengewerkschaft Cockpit und die Flugbegleitergewerschaft UFO haben ein positives Fazit ihres eintägigen Streiks bei der Lufthansa-Tochter Discover gezogen. Die Beteiligung der Belegschaften sei "überwältigend" gewesen. (Kirill KUDRYAVTSEV)
Die Pilotengewerkschaft Cockpit und die Flugbegleitergewerschaft UFO haben ein positives Fazit ihres eintägigen Streiks bei der Lufthansa-Tochter Discover gezogen. Die Beteiligung der Belegschaften sei "überwältigend" gewesen. (Kirill KUDRYAVTSEV)

Die Pilotengewerkschaft Cockpit und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben ein positives Fazit ihres eintägigen Streiks bei der Lufthansa-Tochter Discover gezogen. Die Beteiligung der Belegschaften sei "überwältigend" gewesen, "etliche Flüge konnten entweder nicht planmäßig oder gar nicht durchgeführt werden", erklärten die Vereinigung Cockpit (VC) und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) in der Nacht auf Samstag in einer gemeinsamen Mitteilung.

"Erwartungsgemäß und ähnlich wie beim Arbeitskampf kurz vor Weihnachten haben wir eine sehr geeinte Streikfront vorgefunden - die Belegschaften sind absolut entschlossen", erklärte der Vorsitzende Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, Marcel Gröls. "Solange es kein aus unserer Sicht verhandlungsfähiges Angebot gibt, werden wir den Druck weiter erhöhen müssen."

Der Leiter Tarifpolitik bei UFO, Harry Jaeger, erklärte, das Management habe die "Entschlossenheit der Kabine offenbar drastisch unterschätzt". Beschwichtigungen, Betroffenheitsrhetorik "und selbst anschließende unverblümte Einschüchterungsversuche" seien vergebens gewesen.

Die Gewerkschaften hatten den 24-stündigen Streik bei dem Ferienflieger am Freitag mit einer Verweigerungshaltung des Unternehmens in Tariffragen begründet. Die Piloten fordern unter anderem die Einführung einer Gehaltstabelle und Neuregelungen zu Flugdienst- und Ruhezeiten. Für das Kabinenpersonal geht es laut UFO um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung - und darum, überhaupt erst einmal Tarifverhandlungen zu starten.

Discover Airlines hatte den Streikaufruf als "unnötige Eskalation" kritisiert. Beiden Gewerkschaften seien Gesprächsangebote gemacht worden. Die Fluggesellschaft erklärte im Vorfeld des Streiks, von den Arbeitsniederlegungen seien potenziell rund 30 Flüge an den Flughäfen Frankfurt und München betroffen.

Die Fluggesellschaft Discover Airlines, bis September unter dem Namen Eurowings Discover bekannt, ist der neue Ferienflieger des Lufthansa-Konzerns. Die Airline hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main, betreibt eine Flotte von 24 Flugzeugen, die touristische Ziele auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke ansteuern, und beschäftigt rund 2000 Mitarbeitende.

fs/