Gewinn von RWE-Tochter Innogy bricht ein

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Die RWE-Tochter für erneuerbare Energien und Netze, Innogy, die an den Energieversorger Eon gehen soll, hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verzeichnen müssen. Das Nettoergebnis sank um fast 50 Prozent von 1,51 Milliarden Euro auf 778 Millionen Euro, wie Innogy am Montag mitteilte. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Innogy.

Demnach will das Unternehmen ein um Sondereinflüsse bereinigtes Nettoergebnis von 1,1 Milliarden Euro erzielen. Im Jahr 2017 lag es bei 1,2 Milliarden Euro und damit neun Prozent höher als 2016.

Unternehmenschef Uwe Tigges, seit dem überraschenden Abgang von Peter Terium seit Dezember im Amt, wollte zur Ankündigung vom Wochenende, dass Innogy an Eon gehen soll, vorerst keine Stellung nehmen. RWE und Eon hatten bekanntgegeben, dass sie den Energiemarkt in Deutschland neu aufteilen wollen: Eon mit Innogy wäre zuständig für Netze und die Versorgung der Kunden mit Strom und Gas, RWE würde Kraftwerke betreiben und Strom erzeugen. Die Grundsatzvereinbarung der beiden Konzerne sieht vor, dass RWE mit 16 Prozent an Eon beteiligt würde. Diesem Plan müssen die Kartellbehörden allerdings noch zustimmen.

Innogy war erst im Oktober 2016 an die Börse gebracht worden. Es war der größte Börsengang in Deutschland seit dem der Deutschen Post im Jahr 2000. Derzeit ist Innogy an der Börse 18,2 Milliarden Euro wert, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt knapp 42.400.

Tigges erklärte, Innogy wolle in vielen Bereichen "noch schlanker und schneller werden". Das Unternehmen solle "konsequent auf die Energiewelt von morgen" ausgerichtet werden. Dafür treibe Innogy den Ausbau der erneuerbaren Energien voran, investiere in zukunftsfähige Infrastruktur und sei bereits Vorreiter beim Thema Elektromobilität.