Gewitter im Winter: Wie das seltene Wetterphänomen entsteht

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Gewitter verbinden wir in erster Linie mit Sommer, vielleicht noch mit Herbst, aber vor allem mit Regen, nicht jedoch mit Schnee und Winter. Doch Blitz und Donner können auch mit Kälte einhergehen: Alles über das seltene Wetterphänomen, wenn Gewitter im Winter auftreten.

Gewitter im Winter sind selten, entstehen aber auf die gleiche Weise wie Sommergewitter (Symbolbild: Getty Images)
Gewitter im Winter sind selten, entstehen aber auf die gleiche Weise wie Sommergewitter (Symbolbild: Getty Images)

Mitte Januar zogen über Berlin, Brandenburg und Sachsen bereits Wintergewitter auf, und nun wurden auch im Süden Deutschlands die Schneewehen von Blitz und Donner begleitet. Ein Wetter, das viele ratlos macht, denn dies kommt in Deutschland - und in ganz Mitteleuropa - nur selten vor. Was bedeutet das also, wenn im Winter ein Gewitter auftritt?

Warum Gewitter im Winter so selten sind

Ein Gewitter im Winter entsteht im Grunde auf die gleiche Weise wie eines im Sommer: Starke Temperaturunterschiede zwischen hohen und tiefen Luftschichten spielen dabei eine große Rolle, ebenso wie eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Beide Bedingungen sind in der kalten Jahreszeit weitaus seltener gegeben als im Sommer, da die thermische Erwärmung des Bodens durch die Wintersonne in Deutschland nicht ausreicht. Damit ein Gewitter im Winter entstehen kann, braucht es also sehr kalte Höhenluft und besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Der Deutschen Wetterdienst (DWD) gibt als Faustregel eine Differenz von 30 Grad zwischen ungefähr 2500 und 6000 Meter an.

Wie sich ein Sommer- von einem Wintergewitter unterscheidet

Abgesehen von der Häufigkeit ist es vor allem der Niederschlag, der ein Wintergewitter von anderen Unwettern unterscheidet. Während es im Sommer meist Regen ist, der Gewitter begleitet, kommt es im Winter eher mit Graupel- oder Schneeschauern daher.

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Blitz, Donner und stürmische Böen können jedoch zu jeder Jahreszeit vorkommen.

Sind Gewitter im Winter gefährlich?

In aller Regel fallen sowohl Dauer als auch Heftigkeit bei Wintergewittern deutlich geringer aus als bei der sommerlichen Variante. Allerdings ist unter Umständen kräftiges Schneetreiben möglich, bei dem mehrere Zentimeter Schnee innerhalb weniger als einer Stunde fallen können. Auch kann es sehr schnell zu einem deutlichen Temperaturrückgang kommen.

Besonders für Verkehrsteilnehmer ist also Vorsicht geboten, da Schneewehen die Sicht beinträchtigen und sich die Straßenverhältnisse rapide ändern können.

Gewitter im Winter: Was bedeutet das für den Rest des Jahres?

Gewitter sind auch im Winter also ein zwar seltenes, aber normales Vorkommnis. Doch wie zu jedem anderen Wetterphänomen gibt es dazu die eine oder andere Bauernregel, die Aufschluss darüber geben soll, wie es sich auf den Rest des Jahres auswirken wird.

Eine Bauernregel besagt beispielsweise: "Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen." Dass es in diesem Monat in Deutschland häufiger als üblich gewittert hat, deutet also auf umso schöneres Wetter im Frühjahr hin.

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