Gibraltar: Der Konflikt um Supertanker "Grace 1" spitzt sich zu

Der Konflikt um den vor Gibraltar liegenden mit iranischem Öl beladenen Supertanker spitzt sich zu.

Es scheinen Vorbereitungen zum Auslaufen des Schiffes getroffen zu werden. Arbeiter haben den alten Schiffsnamen "Grace 1" übertüncht und den neuen "Adrian Darya 1" aufgemalt. Nach iranischen Angaben soll der bisher unter der Flagge Panamas fahrende Tanker künftig unter iranischer Flagge fahren.

Der Tanker war vor sechs Wochen wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen an Syrien festgesetzt worden.

Kurz nachdem das oberste Gericht des britischen Überseegebiets den Supertanker am Donnerstag zum Auslaufen freigegeben hat, hat ein US-Bundesgericht die Beschlagnahmung des Schiffs verfügt. Dies wurde mit Verstößen gegen US-Sanktionen, Geldwäschegesetze und Terrorismusstatuten begründet.  Das Gericht ordnete auch die Beschlagnahmung des Öls an Bord an, das aus dem Iran stammen soll.

Hinter den Spannungen zwischen dem Iran und den USA steht der Atomstreit beider Länder. Die Amerikaner werfen der iranischen Führung vor, Atomwaffen bauen zu wollen. Teheran weist das zurück.