Es gibt einen beängstigenden Grund, warum Menschen öfter als einmal fremdgehen — sagen Princeton-Forscher

Lisa Schönhaar
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Wer einen Partner hat, der in einer früheren Beziehung mal fremdgegangen ist, dem wird diese Nachricht nicht gefallen: Einer neuen Studie zufolge ist die Wahrscheinlichkeit nämlich sehr hoch, dass jemand, der seinen Partner schon mal betrogen hat, es wieder tun wird

In einer wissenschaftlichen Untersuchung entdeckten Forscher des Princeton Neuroscience Institute eine Verbindung zwischen dem Gehirn und der Neigung, seinen Partner betrügen. Diese könnte erklären, warum Fremdgeher immer wieder untreu sind.

Die Publikation „The Brain Adapts to Dishonesty“ enthält die These, dass Menschen, die fremdgehen, bei jedem weiteren Mal weniger Schuldgefühle haben. 

Das liegt an der Amygdala, die ein Teil des Limbischen Systems ist. Unter anderem beeinflusst sie unsere Emotionen und Erinnerungen. Betrügen wir unseren Partner, reagiert die Amygdala mit einem negativen Gefühl — wiederholen wir das, was das negative Gefühl auslöst, jedoch immer wieder, dann wird die Reaktion der Amygdala von Mal zu Mal schwächer. 

Notorische Fremdgänger können sich womöglich an ihr schlechtes Gewissen gewöhnen

Die Wissenschaftler schreiben: „Wir glauben, dass die abgestumpfte Reaktion auf wiederholtes Betrügen mit der abnehmenden emotionalen Reaktion auf diese Entscheidungen zu tun hat.“

Neil Garrett ist einer der Autoren der Studie. Zu „Elite Daily“ sagte er: „Der Gedanke dahinter ist, dass wir uns nach einem ersten Seitensprung nicht gut fühlen und ein schlechtes Gewissen haben. Das nächste Mal fühlen wir uns ein bisschen weniger schlecht, und so weiter. Das Ergebnis ist, dass wir irgendwann in einem ganz anderen Gefühl fremdgehen.“

Garrett erklärt außerdem, wie groß der Zusammenhang zwischen unseren Taten und den Reaktionen in unserem Gehirn ist. Ein wichtiger Faktor, warum wir nicht fremdgehen, sei demnach die starke emotionale Reaktion auf unser Handeln. Wer seinen Partner regelmäßig betrügt, könne sich Garrett zufolge an das Gefühl gewöhnt haben und einfach damit leben, bis er es komplett verdrängen kann. 

Eine Ausnahme sind freilich jene Menschen, die psychisch gestört sind und prinzipiell kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie jemanden verletzen, der ihnen etwas bedeutet. 

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Die Studie müsste laut Garrett erweitert werden, um den genauen Einfluss von Fremdgehen auf die Amygdala zu untersuchen. „Ich denke, dass ein großer Unterschied zwischen Studie und Beziehungsalltag darin liegt, dass die Zeitspanne, in der betrogen wird, in Beziehungen einfach kürzer ist als in einem Experiment“.

Bedenkt man, dass die meisten Seitensprünge früher oder später ans Licht kommen (die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Häufigkeit der Fehltritte), erklärt sich die kurze Zeitspanne der Beziehung wohl von selbst. 

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