Giffey fordert bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Kitas und Schulen

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Hochgestellte Stühle an Schule in Dortmund

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Bundesländer dazu aufgerufen, sich auf möglichst einheitliche Corona-Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. Eltern wünschten sich bei allen Maßnahmen "ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Montag. Auch sie selbst setze sich für einen gemeinsamen Rahmen ein, "wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen perspektivisch weitergehen kann".

Giffey plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb von Kitas und Schulen. Im vergangenen Jahr seien mit dem von Bund und Ländern erarbeiteten Stufenplan gute Erfahrungen gemacht worden. Das damalige abgestimmte Vorgehen habe "Klarheit und Perspektive" gegeben. "So etwas wäre auch für dieses Jahr wieder angezeigt", sagte die SPD-Politikerin. Dafür wolle sie am Donnerstag in einer Schaltkonferenz der Jugend- und Familienminister der Länder werben.

Im derzeitigen harten Lockdown, der noch bis mindestens zum 31. Januar dauern wird, bleiben Schulen und Kitas in ganz Deutschland weitgehend geschlossen. Giffey forderte in diesem Zusammenhang auch Arbeitgeber zur Solidarität auf. " Wir sind im Moment in der schwersten Pandemielage seit Beginn der Ausbreitung des Virus", sagte sie am Montag im Radiosender Bayern 2. "Da ist jetzt wirklich ein gemeinsamer Kraftakt gefordert" - Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber seien "in der Verantwortung", betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen.

So dürfe Eltern kein schlechtes Gewissen gemacht werden, wenn sie die für dieses Jahr erlaubten 20 Kinderkrankentage pro Kind tatsächlich in Anspruch nähmen, mahnte Giffey. "Auf lange Sicht werden Familienfreundlichkeit und die Hilfe durch die Arbeitgeber ja auch belohnt, denn wenn man seine guten Mitarbeiter halten will, dann ist es wichtig, sie auch in dieser Zeit zu unterstützen."

cne/cha