Giftgasvorfall für UNO Beleg für anhaltende "Kriegsverbrechen" in Syrien

UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nehmen zum Auftakt der internationalen Syrien-Konferenz in Brüssel an einer Schweigeminute für die Opfer des mutmaßlichen Giftgasangriffs in Syrien teil. Guterres fordert die Verfolgung von "Kriegsverbrechen" in dem Konflikt

Angesichts des mutmaßlichen Giftgasangriffs in Syrien hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Verfolgung von "Kriegsverbrechen" in dem Konflikt gefordert. "Die schrecklichen Ereignisse von gestern zeigen unglücklicherweise, dass es weiter Kriegsverbrechen in Syrien gibt", sagte Guterres am Mittwoch bei der internationalen Syrien-Konferenz in Brüssel. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der UN-Sicherheitsrat bei seinem Sondertreffen zu dem Giftgasvorfall "seiner Verantwortung gerecht wird".

Bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der nordwestlichen Provinz Idlib waren Aktivisten zufolge am Dienstag mindestens 72 Menschen getötet worden. Der Syrien-Verbündete Russland bestreitet, dass die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad selbst Giftgas eingesetzt hat. Die syrische Luftwaffe soll nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vielmehr ein von Rebellen genutztes Lager mit Giftstoffen getroffen haben.

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Mittwoch mit dem Giftgasvorfall. Die ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Großbritannien und Frankreich wollen einen Resolutionsentwurf zur Abstimmung vorlegen, in dem der Angriff in der Stadt Chan Scheichun verurteilt und eine baldige Untersuchung verlangt wird.

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