Gigantische Kreatur: Forscher finden meterlangen Riesenschiffsbohr-Wurm

Was für eine Sensation! Seit mehr als 200 Jahren wissen Forscher, dass es den Riesenschiffsbohrwurm geben muss. Doch ein lebendes Exemplar des sogenannten "Giant Shipworm" wurde bislang nicht gefunden – zumindest bis jetzt.

Auf Mindanao, der südlichen Inselgruppe der Philippinen, fanden Wissenschaftler, angeführt von Daniel Distel von der Northeastern University, nun ein meterlanges Tier in einer Lagune. Der Riesenschiffsbohrwurm befand sich in stinkenden Schlamm. Er ist schwarz, schleimig, gigantisch und mit rosafarbenen Fortsätzen versehen.

Die Forscher erklären, dass es sich bei dem Tier eigentlich um eine Muschel handelt. Sein weißes Gehäuse erinnert stark an einen Baseballschläger oder einen Elefantenstoßzahn. Ein ausgewachsenes Exemplar kann bis zu anderthalb Meter lang werden. Der Riesenschiffsbohrwurm ist darüber hinaus von Bakterien abhängig. Die Tiere leben nämlich in schwefelwasserstoffhaltigem Schlamm und nutzen die Faulgase als Energiequelle.

Bislang wurden lediglich die Schalen des Wurms gefunden, nicht jedoch das Tier selbst. "Was für ein Nervenkitzel", beschreibt Meeresbiologin Margo Haygood von der Universität Utah ihre erste Begegnung mit dem Riesenschiffsbohrwurm dem Portal "Popular Science". "Ist es nicht bemerkenswert, dass wir im 21. Jahrhundert eine so bizarre Kreatur finden können?"

Auch Simon Watt, Biologe und Präsident der Gesellschaft zum Schutz hässlicher Tiere, zeigt sich begeistert von dieser Entdeckung. "Es sieht vielleicht etwas abscheulich aus, aber das heißt nicht, dass es nicht ein wunderbares Tier ist", erklärte er dem britischen "Guardian".

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