“Glückssträhne”: Industrie im Euroraum gut gelaunt

Nahezu ausgelassene Stimmung in den Industrieunternehmen des Euroraums: Im Februar stieg der Einkaufsmanagerindex für die Industrie um 0,8 Punkte auf 56,2 Zähler – der höchste Wert seit fast sechs Jahren (April 2011), so das Institut IHS Markit nach einer zweiten Umfragerunde. Damit wurde der Wert der ersten Fragerunde bestätigt.

#Markit: #Eurozone #Manufacturing Activity Rose in March at Fastest Rate since April 2011 https://t.co/Te37UZeMlt #mfg #orders #outlook pic.twitter.com/nYgRxhPbdT— Chad Moutray (@chadmoutray) 24. März 2017

Vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien stiegen die Indikatoren weiter, zum Teil deutlich. Nur in Spanien ging das Stimmungsbarometer etwas zurück. Alle Indizes bewegen sich aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Chris Williamson, Chefvolkswirt von Markit, sprach von einer “Glückssträhne” für die Industrie. Immer mehr Analysten weisen allerdings darauf hin, dass die guten Umfragewerte bisher nicht durch entsprechend solide “harte” Daten, etwa zur Produktion, gedeckt werden.

EU industrial production growth rates compared https://t.co/6eUvDhjXye pic.twitter.com/uyzUSB0Y8K— EU_Eurostat (@EU_Eurostat) 27. März 2017

Kehrseite der Medaille seien zunehmende Lieferschwierigkeiten und steigende Preise. Die Lieferanten hätten mit einer “rasanten” Nachfrage zu kämpfen. “Diese Verzögerungen sind ein Warnsignal für steigenden Inflationsdruck, denn gut ausgelastete Lieferanten erhöhen gerne ihre Preise.”

su mit dpa

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