Werbung

Glamour und Freiheitskampf: Sambaschulen von Rio schließen Karnevalsparade ab

Die Menschen in Rio de Janeiro nennen es "das größte Spektakel auf Erden": In der brasilianischen Metropole ist in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) die große Parade der Sambaschulen zu Ende gegangen. (Pablo PORCIUNCULA)
Die Menschen in Rio de Janeiro nennen es "das größte Spektakel auf Erden": In der brasilianischen Metropole ist in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) die große Parade der Sambaschulen zu Ende gegangen. (Pablo PORCIUNCULA)

Die Menschen in Rio de Janeiro nennen es "das größte Spektakel auf Erden": In der brasilianischen Metropole ist in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) die große Parade der Sambaschulen zu Ende gegangen. Bei dem Umzug im Sambadrom mit seinen 70.000 Plätzen sorgten unzählige Tänzer in farbenfrohen und schillernden Kostümen für Stimmung. Zugleich thematisierten die Sambaschulen ernste Anliegen wie den Kampf der Schwarzen im Land um Gleichberechtigung.

Die vor einem Jahrhundert gegründete Sambaschule Portela thematisierte den Freiheitskampf der Schwarzen und speziell den Kampf des Brasilianers Luiz Gama im 19. Jahrhundert für eine Abschaffung der Sklaverei. "Das ist ein sehr symbolträchtiges Thema für das schwarze Volk", sagte der schwarze Schauspieler und Musiker Alan Rocha, der auf einem der prunkvollen Festwagen von Portela mitfuhr. "Das schwarze Volk in dieser wunderbaren Parade von Portela - das ist einfach großartig!"

Bei der diesjährigen Parade wurden wie üblich auch der Samba und seine prominenten Vertreter gefeiert. Auf einem Wagen der Sambaschule Unidos de Vila Isabel trat etwa der Musiker Martinho da Vila auf, der auch den Motto-Song für die Sambaschule komponiert hat. Die Sambaschule Mangueira bot die Sängerin Alcione auf, die dieses Jahr ihr 50. Bühnenjubiläum feiert.

Der Samba geht auf die Nachfahren schwarzer Sklaven zurück, die gewaltsam als billige Arbeitskräfte nach Brasilien verschleppt worden waren. Mittlerweile ist der Musikstil fester Bestandteil von Rios Populärkultur.

yb/lt