Glosse: Zeitumstellung: Mehr Ramona wagen!

Kaum rückt die Sommerzeit näher, gehen ihre Gegner auf die Barrikaden. Ein wenig mehr Gelassenheit wäre gut, meint Martin Niewendick.

Am Sonntag werden mal wieder die Uhren umgestellt. Eine Stunde vor… oder war's zurück? Egal, für einen Hauptstädter Ende Zwanzig spielt das ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Zum einen bewegt man sich an den Wochenenden in Berlin sowieso ein wenig außerhalb von Raum und Zeit. Ob ich jetzt um 9 Uhr aus dem Club komme, um 6 oder um 8, ist mir linker wie rechter Sneaker.

Zum anderen ist der Prozess des Umstellens, anno dazumal noch mit bedeutungsschwangerem Habitus an der heimischen Kuckucksuhr vollzogen, zu einem völligen Abstraktum verkommen. Das Rumfummeln an den kleinen Zahnrädchen fällt dank Automatismen in Tablet, Smartphone und sonstigen künstlichen Intelligenzen ja aus.

Am Sonntag wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt

Diejenigen die nicht müde werden auf Wohl und Wehen des Umstellungsprozesses hinzuweisen, sind meiner Meinung nach bloß Nostalgiker. Oder sie merken den Zeitunterschied wirklich, aber das dürfte eher ein gut eingeübtes Placebo aus grauer Vorzeit sein. Wer zum Beispiel im Besitz eines Kleinkindes ist und ohnehin bloß zwei Stunden am Stück durchschläft kann mir nicht erzählen, dass er oder sie sich von dem laschen Stündchen mehr oder weniger groß beeindrucken lässt.

Sechs Tipps mit denen man die Zeitumstellung gut übersteht

Nein, das hier soll kein flammendes Plädoyer für eine Abschaffung der Umstellung sein, aber auch kein unbedingter Lanzenbruch für deren Erhalt. Vielmehr möchte ich für ein wenig mehr Gelassenheit werben. Ist ja schlimm, was in diesem I...

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