"Glücksfee" im Rathaus: Maren Gilzer geht in die Politik

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Maren Gilzer beim Red Club Terrace Dinner im vergangenen Juni in Berlin.
Maren Gilzer möchte künftig als Bürgermeisterin von Oberkrämer regieren. (Bild: Tristar Media/Getty Images)

Erfahrung mit öffentlichen Auftritten hat sie ausreichend: Jetzt will die ehemalige "Glücksfee" Maren Gilzer Bürgermeisterin ihres Dorfes werden.

Zehn Jahre lang drehte Maren Gilzer die Buchstaben bei der berühmten Sat1-Spielshow Glücksrad um. Als "Glücksfee" wurde sie so selbst zu einer popkulturellen TV-Figur der Neunziger. Doch jetzt strebt die 61-Jährige in die Politik. Im kommenden Januar wird in der brandenburgischen Dorfgemeinschaft Oberkrämer ein neuer Bürgermeister gewählt. Oder eine Bürgermeisterin, denn Gilzer kandidiert nun offiziell für den Posten.

Überzeugt von Lindner

Insgesamt sieben kleinere Gemeinden schlossen sich nach und nach zu der Dorfgemeinschaft im Landkreis Oberhavel zusammen. Dort lebt auch Maren Gilzer zwischen malerisch benannten Wohnplätzen wie Krämerpfuhl, Altes Forsthaus Bärenklau, Haus im Wind, oder Kuckswinkel. Seit 13 Jahren wird die Gemeinschaft von der Wählergruppe "Bürger für Oberkrämer" regiert. Doch der amtierende Bürgermeister Peter Leys geht nun in Rente. Gilzer erzählte der BILD, dass sie daraufhin angesprochen wurde: "Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte. Und das habe ich." Die TV-Moderatorin wurde Mitglied in der FDP, nachdem sie deren Vorsitzenden Christian Lindner persönlich kennenlernte. Er habe sie einfach überzeugt, verriet sie der BILD.

"Ich höre hin, was Menschen bewegt"

Sich selbst traut sie zu, aus ihren Berufserfahrungen das geeignete Handwerkszeug für die Politik mitzubringen: "Als Moderatorin bin ich seit Jahren gewohnt, unterschiedliche Meinungen und Prozesse zu moderieren. Und ich höre genau hin, was Menschen bewegt." Das sei auch ihr Ansatz für das Bürgermeisterinnen-Amt. Sie würde die Bürger und Bürgerinnen auffordern, zu ihr zu kommen und zu sagen, wo der Schuh drückt. Ein paar der dringenderen Probleme hat sie bereits auf dem Zettel. So würde sie sich als Bürgermeisterin um eine bessere Verkehrsanbindung bemühen. schnelleres Internet in den Ort bringen und die Infrastruktur mit einer weiterführenden Schule und mehr Gastronomie stärken. Am 23. Januar 2022 wird in Oberkrämer gewählt, dann wird sich zeigen, ob die Menschen dort auf Gilzer setzen. 

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