GMX und Web.de stehen angeblich zum Verkauf

Web.de und GMX sind seit den Neunzigerjahren online. - Copyright: United Internet
Web.de und GMX sind seit den Neunzigerjahren online. - Copyright: United Internet

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

GMX und Web.de könnten demnächst den Besitzer wechseln. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ sucht die Telekom- und Digitalholding United Internet derzeit nach einem Käufer. Interessenten könnten sowohl für einen Minderheits- als auch einen Mehrheitsanteil der entsprechenden Sparte bieten, hieß es in dem Bericht. Die Portale könnten bei einem Deal demnach mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet werden. Web.de und GMX sollen gemeinsam über 30 Millionen Kunden haben. Beide Unternehmen gehören zu den bekanntesten Internetmarken in Deutschland.

Nach dem Einstieg 1998 von Ralph Dommermuth bei GMX führte er beide Portale 2005 bei United Internet zusammen. Mit dem Telekomanbieter 1&1 baut Dommermuth derzeit ein neues, ultraschnelles 5G-Mobilfunknetz, das im Sommer 2023 freigeschaltet werden soll. Wenn es zu einem Deal kommen sollte, wird erwartet, dass Dommermuth das frische Geld vor allem für dessen Aufbau nutzen wird. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Nach dem Brand bei einem Produzenten ging es für das Möbel-Startup Mokebo um die Existenz. Denn ganze 8.000 Kunden-Pakete fackelten ab und Verluste häuften sich an. Dennoch hat sich das Unternehmen davon erholt. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Bei der Tesla-Hauptversammlung „Cyber Roundup“ in Texas haben die Aktionäre weitgehend den Empfehlungen des Vorstands zugestimmt. Elon Musk sprach vor einer begeisterten Menge und beeinflusste die Abstimmung stark. Die Aktionäre stimmten für die Wiederwahl von Direktoren und einen Aktiensplit im Verhältnis 3:1. Zu den gescheiterten Anträgen gehörte der Vorschlag, eine Gewerkschaft zu gründen. Musk sagte, dass Tesla in diesem Jahr möglicherweise eine zusätzliche Fabrik ankündigen könne und er erwarte, dass es letztendlich zehn bis zwölf sogenannte Gigafactories geben werde. [Mehr bei Reuters und Techcrunch]

Intel will eine neue Halbleiterfabrik in Italien bauen. Nach Informationen von „Reuters“ beziffert sich die erste Investition des US-Konzerns auf fünf Milliarden US-Dollar. Die Regierung des scheidenden Premierministers Mario Draghi arbeite an einer Vereinbarung bis Ende August, hieß es weiter. Als Standort seien die norditalienischen Regionen Piemont und Venetien im Gespräch. Die Investition ist Teil eines umfassenderen Plans von Intel, 88 Milliarden Dollar in den Aufbau von Kapazitäten in Europa zu investieren. [Mehr bei Reutersund Handelsblatt]

Doordash konnte seine Einnahmen im letzten Quartal steigern: Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 30 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtzahl der Bestellungen stieg um 23 Prozent auf einen neuen Rekord von 426 Millionen. Die Aktien des Unternehmens aus San Francisco stiegen im nachbörslichen Handel um 18 Prozent. Gute Zahlen meldete auch Lyft: Der Umsatz für das zweite Quartal stieg im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 990,7 Millionen US-Dollar und lag damit nahe am oberen Ende der Erwartungen des Unternehmens von 950 Millionen bis einer Milliarde Dollar. Die Aktien kletterten nach Geschäftsschluss um neun Prozent. Die Fahrgastzahlen sind Jahresvergleich um 16 Prozent auf etwa 20 Millionen aktive Fahrgäste gestiegen, was knapp unter dem Niveau vor der Pandemie im Dezember 2019 liegt. [Mehr bei Wall Street JournalBloomberg und The Information]

Alibaba hat stagnierende Einnahmen gemeldet. Vonseiten des chinesischen E-Commerce-Unternehmens hieß es, die Einnahmen für das Quartal bis Juni seien gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Trotzdem war der Umsatz besser als die Analysten erwartet hatten. Der Nettogewinn für das Quartal sank um 50 Prozent, während der Betriebsgewinn um 19 Prozent abnahm. Die Einnahmen aus dem Kernhandel in China fielen um ein Prozent, was aber durch einen Anstieg der Cloud-Computing-Einnahmen um zehn Prozent ausgeglichen wurde. [Mehr bei The Information]

Kryptowährungen: Coinbase hat eine Partnerschaft mit Blackrock angekündigt. Diese wird die Dienste der Kryptobörse für Großkunden mit der Software des Vermögensverwaltungsunternehmens integrieren. Die Coinbase-Aktie der Kryptobörse stieg am Donnerstag um zehn Prozent. Unabhängig davon kündigte Meta Platforms an, Coinbase Wallet als Wallet-Option eines Drittanbieters für nicht-fungible Token (NFTs) auf Instagram hinzuzufügen. [Mehr bei The Information und CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Das Berliner Online-Marketing-Startup Alphin hat kürzlich sechs Millionen Euro eingesammelt. Wir zeigen euch die Slides aus der Finanzierungsrunde. [Mehr beiGründerszene+]

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Eure Gründerszene-Redaktion

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