GNTM-Gewinnerin Simone: Sie brauchte einen Psychologen

Yasemin Kulen
Freie Autorin

“Nur eine kann Germany’s Next Topmodel werden” hieß es wieder am Donnerstag, den 23. Mai im Düsseldorfer ISS Dom. Gekürt wurde am Ende – zur Überraschung weniger – Simone Kowalski aus Stade. Doch die hatte unter den Dreharbeiten anscheinend ganz schön zu leiden.

Gewinnerin Simone Kowalski suchte sich einen Psychologen zur Unterstützung. (Bild: Getty Images)

Schon recht früh zeichnete sich bei “Germany’s Next Topmodel 2019” ab, dass “Simi” alias Simone Kowalski das Zeug zum Topmodel hat. Sie wurde von Heidi Klum und den Fotografen stets für ihre Shootings gelobt, ergatterte die meisten Jobs und schnitt auch bei den Challenges immer als eine der besten ab.

Eine solche Durchstarterin zieht natürlich schnell den Neid der anderen Mädchen auf sich. Die Teilnehmerinnen Vanessa und Sarah waren immer ganz vorne mit dabei, die 21-jährige Niedersächsin anzugreifen. Klar, ein wenig Zickenkrieg ist gut für die Quote und gehört in jeder Staffel dazu. Doch die Anfeindungen gegen Simone könnten zu Mobbing geworden sein.

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Simone erzählte schon in der ersten Folge, dass sie sehr emotional sei und das merkte man auch in jeder Folge. Sie weinte häufig, hauptsächlich wegen ihrer vielen Ängste, wie Höhe, Schlangen oder Hunde, aber auch das Mobbing der “Meeedchen” setzte Simi zu. Denn wie das eben so ist, wenn viele Menschen jeden Tag auf engstem Raum miteinander verbringen: Die Gruppendynamik tat ihr Übriges und alle machten mit.

Was die Kandidatinnen nicht verstanden: Das Gehetze um Simone warf ein schlechteres Licht auf alle Teilnehmerinnen als auf Simone selbst und so war es auch nicht verwunderlich, dass beim Finale am 23. Mai das Fanlager der Studentin am lautesten war. Sie hatte in der Zeit bei “GNTM” mit Abstand die meisten Follower bei Instagram gesammelt und die Kunden liebten sie.

Auf der Bühne zeigte sich Simi dann erneut emotional. “Ohne Michael und Meike hätte ich das alles niemals geschafft”, gestand sie unter Tränen. Gemeint waren ihr Psychologe und ihre Osteopathin, die sie kurz vor der Finalshow noch behandeln mussten, dass Simone überhaupt auf die Bühne konnte. Denn auch gesundheitlich geht es ihr momentan nicht gut, weshalb sie die Hilfe der Osteopathin benötigte- "Sie hat meinen Körper zusammengeflickt und gerichtet und das ist der einzige Grund, warum ich auf der Bühne stehen konnte", verriet Simone danach im Interview mit Gala.de

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Aber auch psychisch schien die Gewinnerin laut “stern.de” angeschlagen gewesen zu sein. Einen Tag vor dem Finale fand eine Pressekonferenz für geladene Journalisten statt, bei dem auch Redakteure des Portals anwesend waren. Dort verriet Simone, dass man ganz stark gegen sie geschossen habe und sie das Mobbing auch ganz schön mitgenommen habe. "Zwei Mädels haben sich entschuldigt: Melissa und Julia", zitiert stern.de die Gewinnerin.

Für eine junge Frau ist eine derartig plötzliche Medienaufmerksamkeit ohnehin schon schwierig. Wird dann obendrauf gezielt gemobbt, so ist es nicht verwunderlich, dass Simone einen Psychologen zu Rate gezogen hat.

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