#GoBallsOut: Warum in Neuseeland plötzlich alle Penisse sehen

In den sozialen Netzwerken sehen die Neuseeländer derzeit viele Penisse (Bild: Twitter/Roger Clayton)

Nicht nur in Neuseeland wundern sich in letzter Zeit etliche Menschen, warum in den sozialen Netzwerken auf einmal so viele Peniszeichnungen zu sehen sind – und zwar immer vor dem Hintergrund von Stadtplänen aus Neuseeland. Ist das ganze etwa wieder so eine Aktion, mit der ein Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Konsumenten buhlt?

Ganz und gar nicht! Bei der Aktion #GoBallsOut handelt es sich um eine Kampagne, die auf Hodenkrebs aufmerksam machen soll.


Graeme Woodside, Vorsitzender von Testicular Cancer New Zealand, sagte in einer Presseerklärung: „Wir hoffen, dass diese Kampagne etwas bewirkt.“ Hodenkrebs sei noch immer tabuisiert. „Mit der Aktion möchten wir, dass junge Männer die Botschaft hören und offener über dieses Thema sprechen.“

Die Aktion besteht aus folgendem Gag: Frauen und Männer sollen ihre Joggingrunden via GPS-Tracker aufzeichnen und anschließend für alle sichtbar ins Netz stellen. Die gelaufene Strecke sollte der Form eines Penis entsprechen. Da immer mehr Hobbysportler ihre Leistungen gerne in den sozialen Netzwerken teilen, erhofft sich die Organisation dadurch einen Effekt.


Viele Menschen schließen sich der Aktion an und posten auf Twitter und Facebook ihre Laufstrecken. Mal sind diese gerade, manchmal krumm, einige sind kurz und dick, andere lang und dünn. Doch wie ein Pilot zeigt, gibt es für das „Penismalen“ keine Grenzen. Er flog eine Runde in Penisform.

Männer, die an Hodenkrebs erkranken, sind im Schnitt erst 33 Jahre alt. Die Aktion soll der Vorbeugung dienen und zu regelmäßigen Arztbesuchen aufrufen. Vor allem wenn Männer eine Veränderung an ihren Hoden bemerken, in Größe oder Form, sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

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