Google bietet nicht mehr für Vertrag mit Pentagon zum Cloud Computing

Google-Zeichen in Shanghai

Der Internetriese Google zieht sich aus dem Bieterrennen um einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium zum Cloud Computing zurück. Google werde sich nicht mehr um das sogenannte Jedi-Projekt bemühen, das die Computersysteme des Pentagons modernisieren soll, erklärte das US-Unternehmen am Dienstag. Zur Begründung verwies es auch auf ethische Bedenken.

Das Geschäft hat einen Umfang von bis zu zehn Milliarden Dollar (8,7 Milliarden Euro). Googles Rückzug erhöht die Chancen von Mitbewerbern wie Amazon und Microsoft.

Google sei nicht sicher, ob das Jedi-Projekt den eigenen Grundsätzen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz entspreche, erklärte der Technologiekonzern zur Begründung. Außerdem habe Google für Teile des Vertrags nicht die nötigen Zertifizierungen.

Google hatte im Juni Leitlinien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Diese soll demnach nicht für Waffen oder Gewalt gegen Menschen eingesetzt werden dürfen. Das Unternehmen hatte damit auf Mitarbeiterproteste gegen ein Drohnenprojekt des US-Militärs reagiert.

Beim "Project Maven" sollen intelligente Algorithmen bei der Erkennung von Menschen in Drohnenvideos für das Pentagon eingesetzt werden. Google entschied sich schließlich, den Vertrag mit dem US-Militär 2019 nicht zu verlängern.