Google erklärt sich in Kartellstreit in Russland zu Millionenzahlung bereit

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Der Internetkonzern Google hat sich in einem Kartellstreit in Russland um die Voreinstellung von Android-Smartphones zu einer Millionenzahlung bereit erklärt. Laut einer am Montag erzielten Einigung mit der russischen Kartellbehörde FAS zahlt der US-Konzern eine Strafe von umgerechnet mehr als sieben Millionen Euro. Außerdem verpflichtet sich Google, Geräte mit seiner Android-Software für andere Suchmaschinendienste zu öffnen.

Der größte russische Suchmaschinenanbieter Yandex hatte die Kartellbehörde angerufen, um gegen die Voreinstellung der Suchmaschine Google in Smartphones mit dem Android-Betriebssystem vorzugehen. In der EU laufen ähnliche Rechtsstreitigkeiten.

Google zeigte sich in einer Mitteilung "erfreut" über die Einigung mit Yandex und mit der Kartellbehörde, bei der "die Interessen aller Seiten gewahrt bleiben". Der FAS zufolge wird Google für Android-Geräte, die bereits verwendet werden, ein Update entwickeln, das die Auswahl einer Suchmaschine ermöglicht. Bei neuen Geräten sollen die Nutzer von Anfang an die Wahl haben. Hersteller können bereits auf der Startseite eine andere Suchmaschine vorinstallieren.

Die russische Kartellbehörde hatte nach der Beschwerde von Yandex im September 2015 festgestellt, dass Google seine Marktmacht missbrauche. Damals legte die Behörde eine Geldbuße von 438 Millionen Rubel (7,4 Millionen Euro) fest. Ein langwieriger Rechtsstreit begann, bis Google Verhandlungen mit den russischen Behörden aufnahm, um einen Kompromiss zu finden. Die Geldstrafe wurde in den Kompromiss einbezogen.

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