Götze trainierte zu viel: Arzt erklärt Stoffwechselerkrankung

In der Dokumentation des Streaming-Anbieters DAZN über Mario Götze hat sich dessen Arzt Dr. Thierry Murrisch zur festgestellten Stoffwechselerkrankung des BVB-Profis geäußert. Seiner Meinung nach trainierte der Nationalspieler zu viel.

Mario Götze von Borussia Dortmund kämpfte mit einer Stoffwechselerkrankung. (Bild: Getty Images)

Wenn der Körper an eine Grenze kommt, dann reguliert er sich selbst. Wenn Sie zu viel trainieren mit zu wenig Regenerationszeiten, dann versucht der Körper Schäden zu vermeiden, indem er die Systeme herunterfährt, die nicht gebraucht werden. Ein Schutzmechanismus des Körpers”, sagte Murrisch.

Demnach habe Götzes Körper durch die stete Belastung und zu kurze Pausen dazwischen nur versucht, sich selbst zu schützen. Gerüchten, denen zufolge Mario Götze Depressionen hatte, widersprach der Arzt vehement.

Götze war nicht depressiv

“Er merkte, dass er immer schlechter wird, obwohl er mehr tut. Er fing an zu zweifeln. Dieser Zweifel ist aber keine Depression. Mario war nie beim Psychiater”, teilte er mit. Um die Erkrankung zu behandeln, erhielt Götze Medikamente.

Entscheidend war aber wohl vielmehr die Entspannung für den Körper. Dementsprechend wurde der Nationalspieler aus dem Trainingsbetrieb von Borussia Dortmund genommen und erholte sich in der bayerischen Heimat in München und am Tegernsee.

“Habe mich selbst überfordert”

“Ich habe mich selbst körperlich überfordert. Ich wollte immer mehr machen als die anderen”, sagte Götze selbst. Vom 27. Februar bis zum 2. Juli 2017 fiel der 26-Jährige aus und verpasste dabei 18 Spiele für dem BVB. Die Maßnahmen zeigten allerdings Wirkung.

In der vergangenen Saison verpasste Götze zwar 13 Spiele verletzungsbedingt, hat seine Stoffwechselerkrankung aber offensichtlich überwunden. Für eine Nominierung in den 23-Mann-Kader von Joachim Löw im Vorfeld der WM 2018 reichte es allerdings nicht.