Größter Vermieter Berlins: Wohnraumnot in Berlin treibt Gewinn bei Deutsche Wohnen

Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen ist der größte Vermieter in Berlin und konnte das Ergebnis im ersten Quartal 2018 weiter steigern (Archiv)

Berlin. Steigende Mieten und ein niedriger Leerstand sorgen beim Immobilienkonzern Deutsche Wohnen weiter für mehr Gewinn. Die meisten Objekte des Konzerns liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt. Zudem profitiert Deutsche Wohnen von geringeren Zinszahlungen. Im ersten Quartal legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich um knapp 9 Prozent auf 123 Millionen Euro zu, wie das MDax-Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die Deutsche Wohnen vermietet bundesweit mehr als 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime. Die durchschnittliche monatliche Kaltmiete im Bestand betrug Ende März je Quadratmeter 6,46 Euro. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein Anstieg der Mieten von gut 4 Prozent. Unter dem Strich blieben 103,4 Millionen Euro als Gewinn hängen, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Hier profitiert Deutsche Wohnen von einem besseren Betriebsergebnis und einer geringeren Zinslast.

Mieten: Berlin ist für Normalverdiener kaum noch bezahlbar

In keiner Großstadt Deutschlands sind die Mieten für Normalverdiener so unerschwinglich wie in Berlin. Zwischen 2012 und 2016 sind die Mieten in Berlin um 20% gestiegen - Platz 8 im deutschlandweiten Städteranking.

Mieterbund kritisiert Mieterhöhungen durch Modernisierung

Deutsche Wohnen steckt wie auch andere Immobilienkonzerne mehr Geld in die Modernisierung. Die Ausgaben hierfür sowie Instandhaltungen betrugen im ersten Quartal insgesamt 60,5 Millionen Euro - das waren gut ein Viertel mehr als im Vorjahr. Mit sanierten Wohnungen können Vermieter in der Regel auch die Mieten anheben.

Jüngst kritisierte der Mieterbund, große Vermieter in Deutschland verdienten sich mit Modernisieru...

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