Grünanlagen in Berlin: Parkläufer sollen für Sicherheit im Görlitzer Park sorgen

Die Anwohner in Kreuzberg diskutieren ein neues Konzept für die Kreuzberger Grünanlage. Dabei geht es sehr gesittet zu.

Der Görlitzer Park ist eine der beliebtesten Grünanlagen Berlins. Gleichzeitig gilt er seit Jahren als einer der größten Umschlagplätze für Drogen und als Ort, den viele Kreuzberger meiden, weil sie sich Belästigungen ausgesetzt sehen oder befürchten, Opfer von Taschendieben, Räubern oder Gewalttätern zu werden. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Anwohnern und Vertretern von Vereinen sowie des Bezirksamtes will den Park wieder zu einem Ort machen, an dem sich alle Nutzergruppen wohlfühlen. Sie hat ein Handlungskonzept entwickelt, das sie am Donnerstagabend in der Emmauskirche am Lausitzer Platz gut 100 Anwohnern vorstellte. Parkläufer, ein Parkmanager, weitere Umbauten, kulturelle Angebote, soziale Unterstützung für Obdachlose und dealende Afrikaner sowie ein Beirat sind wesentliche Punkte des Konzepts.

Die AG will die Drogenhändler nicht aus dem Park verdrängen. Es sei unrealistisch, den Handel beenden zu wollen, so lange die Nachfrage hoch ist "und sich denjenigen, die mit Drogenverkauf ihr Überleben sichern, keine Alternative bietet". Die Versuche des ehemaligen rot-schwarzen Senats, mit Razzien eine Null-Toleranz-Zone durchzusetzen, seien gescheitert. Allerdings ließen sich Verhaltensweisen beeinflussen, die mit dem Cannabisverkauf einhergehen, meinen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft: offensives und belästigendes Anbieten, sexistische Anmache, Gewalt. Das Ziel sei bescheiden: Nicht gegen den Drogenhandel wolle man angehen, sondern gegen die Auswüchse. "Wir halten uns gegen...

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