Gründer der Immobiliengruppe S&K zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt

Prozess gegen S&K-Gründer in Frankfurt am Main

Die beiden Gründer der Immobiliengruppe S&K sind wegen Untreue zu Haftstrafen von jeweils achteinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt am Main blieb mit dem am Mittwoch verkündeten Urteil wie erwartet im Rahmen einer zuvor erzielten Verständigung mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Der ursprünglich erhobene Betrugsvorwurf war zuvor fallengelassen worden, nachdem die Angeklagten Geständnisse abgelegt hatten.

Ein früher leitender Angestellter der S&K-Gruppe wurde als Mittäter zu sechs Jahren Haft verurteilt, ein ebenfalls Angeklagter Hamburger Unternehmer wegen Beihilfe zur Untreue zu viereinhalb Jahren. Die bestehenden Haftbefehle wurden zudem vom Gericht aufgehoben, nachdem die Angeklagten teilweise mehr als vier Jahre in Untersuchungshaft gesessen hatten.

Das Urteil nach einer 19 Monate dauernden Verhandlung war durch eine Verständigung zwischen dem Gericht sowie Staatsanwaltschaft und Verteidigung möglich geworden. Das Verfahren wegen des ursprünglich auch erhobenen Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs zum Nachteil von Kapitalanlegern der Unternehmensgruppe wurde eingestellt. Mit dem jetzt verhängten Urteil blieb die Strafkammer am unteren Rand des im Rahmen der Verständigung vereinbarten Strafrahmens.

Die S&K-Gründer mussten sich vor Gericht verantworten, weil mehrere tausend Anleger getäuscht worden sein sollen. Dabei soll ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein.

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