Grüne fordern "dauerhaftes 49-Euro-Ticket"

Die Grünen haben sich als Nachfolge für das Neun-Euro-Ticket im öffentlichen Nahverkehr für ein "bundesweites, dauerhaftes 49-Euro-Ticket" ausgesprochen.

Das sei ihr Ziel, sagte Parteichefin Ricarda Lang den Funke-Zeitungen (Samstagausgaben). "Für Menschen mit kleinem Einkommen - Grundsicherungsempfänger oder Schülerinnen etwa - könnte es dabei besondere Angebote geben."

Das Rabatt-Ticket hatte von Juni bis August gegolten, damit konnten Bürgerinnen und Bürger für neun Euro monatlich bundesweit den Nahverkehr nutzen. Derzeit wird nach einer Nachfolgeregelung gesucht, die Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) bis Anfang kommenden Jahres versprochen hat. Unklar ist aber die Finanzierung und damit auch der Preis des Tickets.

Nahezu jeder zweite Fernzug zu spät

Der Bund hat 1,5 Milliarden Euro für das Ticket zugesagt - jedoch nur, wenn die Länder mindestens denselben Betrag beisteuern. Lang rechnet mit einer Verständigung. "Ich bin davon überzeugt, dass wir einen gemeinsamen Weg mit den Ländern finden", sagte sie den Funke Zeitungen. "Das neue Ticket muss dabei Hand in Hand gehen mit mehr Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr."

hcy/se

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