Auftakt der Grünen Woche von Bauernprotesten begleitet

Trekkerdemo am Freitag in Berlin

Begleitet von Bauernprotesten hat am Freitag die Grüne Woche in Berlin begonnen. Im Fokus der Messe stehen dabei stärker als je zuvor Umweltthemen und der Klimawandel. Welche Rolle die Landwirtschaft dabei spielt, sorgt für kontroverse Debatten.

"Die Europäische Agrarpolitik wird grüner werden", sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Eröffnung der Messe am Donnerstagabend. "Das muss sie, nicht nur um ihren Beitrag für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu leisten, sondern um ihre eigenen Lebensgrundlagen zu schonen und auf Akzeptanz der Bevölkerung zu stoßen."

Zugleich warb die Ministerin für Wertschätzung für die Bauern. Klöckner betonte, "was Landwirte heute schon leisten: kilometerlange Blühstreifen, Vertragsnaturschutz, wechselnde Fruchtfolgen, Reduktion von Pflanzenschutzmitteln."

Es komme gerade "viel zusammen an Erwartungen und Veränderungsnotwendigkeiten für unsere Landwirte", sagte die Ministerin. "So schnell, dass viele Sorgen haben." Seit Monaten gehen Bauern in Deutschland immer wieder gegen die ihrer Meinung nach zu weitreichenden Auflagen durch die Agrarpolitik der Bundesregierung auf die Straße - etwa beim Pestizideinsatz zum Insektenschutz.

Am Freitag folgten in Berlin und mehreren weiteren Städten erneut Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren einem Aufruf der Organisation "Land schafft Verbindung". Im Zentrum stand dabei vor allem die Verschärfung der Düngeregeln, mit denen die Bundesregierung hohe Strafzahlungen aus Brüssel wegen Verstößen gegen die EU-Grundwasserrichtlinie abwenden will.

Hintergrund der zu hohen Werte in Deutschland ist vor allem, dass von den Äckern de Bauern zu viel Nitrat ins Grundwasser gelangt, vor allem dort wo viele Nutztiere gehalten werden. Während die Wasserwirtschaft die Änderungen weiterhin für unzureichend hält, befürchten die Bauern Einbußen beim Ertrag.

Grundsätzlich sind sie nach Angaben von Bauernpräsident Joachim Rukwied aber zum Dialog über die geänderten gesellschaftlichen Anforderungen bereit. Zugleich bat er um Verständnis für die "Zukunftsängste" der Bauern. An die Verbraucher appellierte er, "einen höheren Preis zu zahlen, wenn sie Lebensmittel haben wollen, die nach höheren Standards hergestellt worden sind".

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag von Greenpeace spricht sich eine Mehrheit von 85 Prozent der Deutschen für Steuern oder Abgaben auf Fleisch und Wurst aus, wenn Landwirte mit dieser staatlichen Hilfe die Tierhaltung verbessern. Die Verantwortung für eine artgerechte Haltung von Nutztieren sehen die Befragten aber nicht nur bei den Verbrauchern, den Landwirten und dem Handel, sondern vor allem bei der Politik.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rief zu einer Neuaufstellung der Landwirtschaft in Deutschland auf. "Diese Änderung ist notwendig - und geht nicht gegen Landwirte, sondern nur mit Landwirten", sagte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ziel sei, dass Ökosysteme weniger durch Landwirtschaft belastet werden.

Bei der Grünen Woche, zu der bis Ende kommender Woche wie im Vorjahr rund 400.000 Fach- und Privatbesucher erwartet werden, gehören in diesem Jahr Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Produktionsverfahren zu den Trendthemen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warb am Freitag für faire Handelsketten und machte sich für die Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee stark, um ihm so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Der Lebensmittelriese Nestlé stellte seine vegane "Incredible Wurst" vor, die nach Angaben des Schweizer Konzerns gegenüber einer Schweinebratwurst eine deutlich positivere Umweltbilanz hat.

Am Samstag steht in Berlin die Großkundgebung "Agrarwende anpacken, Klima schützen" des Bündnisses "Wir haben es satt" an.

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