Grünen-Fraktionschefin: Bundesregierung hat "keine ökologische Vision"

Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt

Angesichts der von US-Präsident Donald Trump eingeleiteten Umkehr in der Klimapolitik hat die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt der Bundesregierung vorgeworfen, "keine ökologische Vision" zu haben. Trump habe "den Klimaschutz eingestampft", die Bundesregierung schweige, sagte Göring-Eckardt der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl hob zudem hervor, Ökologie sei "kein Thema aus der Mottenkiste, sondern brandaktuell".

Trump hatte am Dienstag mit einem Dekret für eine neue Energiepolitik die Abkehr von der Klimaschutzpolitik seines Vorgängers Barack Obama eingeleitet. Das Dekret zielt darauf ab, die unter Obama festgesetzten Auflagen für die Emissionen aus fossilen Energieträgern zu kippen. Göring-Eckardt zeigte sich überzeugt, dass Klima- und Umweltschutz die "Existenzfrage für unser Leben" seien.

Die Grünen-Spitzenkandidatin bekräftigte zudem nach der Schlappe für ihre Partei bei der Landtagswahl im Saarland die Absicht, mit einer neuen Strategie bei den Wählern zu punkten. "Wenn es unsere Öko-Themen nicht in die Medien schaffen, müssen wir als Spitzenkandidaten verstärkt das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Die Grünen waren bei der Wahl am Sonntag im Saarland an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und hatten so den Wiedereinzug in das Parlament verpasst.

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